Orgelsanierung in Dittersbach rückt in greifbare Nähe

Projekt Orgelfreunde wollen den Moment ausnutzen

Dittersbach. 

Dittersbach. Sie ist ein Schmuckstück, doch eines, welches Hilfe benötigt. Die Orgel in der Kirche von Dittersbach hat manches überstehen müssen. Geschaffen wurde sie im Jahr 1862 von dem Orgelbauer Christian Friedrich Göthel. Sie besitzt insgesamt 589 Pfeifen, von denen 41 im sogenannten Prospekt sichtbar sind. Die Originale aus Zinn wurden jedoch 1917 für Kriegszwecke konfisziert und durch minderwertigere Exemplare ersetzt. Versah das Instrument lange Zeit noch seinen Dienst, so machen sich inzwischen deutliche Einbußen beim Klang bemerkbar. Auch die Windversorgung müsste dringend auf Vordermann gebracht werden. Um all das zu ermöglichen fanden sich die Orgelfreunde Dittersbach zusammen. Einer von ihnen ist Jörg Lange, den mit der Orgel eine persönliche Beziehung verbindet und die der Hobbymusiker ab und zu spielen durfte. Über Veranstaltungen und Spenden kam mittlerweile eine Summe zusammen, welche im Verbund mit Fördermitteln zwar noch nicht ganz ausreicht, um die notwendige Sanierung zu bewerkstelligen, doch ist man sehr optimistisch, dass es mit dem Geld klappt.

Für den 16. Mai war eigentlich der Besuch der Gottfried-Silbermann-Gesellschaft vorgesehen. "Aus Gründen der Umstände musste der verschoben werden, und zwar auf den 11. Oktober", erzählt Lange. Deshalb kann das für den kommenden Samstag geplante Konzert in der Kirche nicht stattfinden. Auch dieses wird aber nachgeholt. Der Plan ist nun, dass mit den Sanierungen an der Orgel Anfang 2021 begonnen werden könnte.

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