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Probleme bei der Integration

Flüchtlingskrise Arbeitsagentur sucht Träger für Integrationskurse

Im Landkreis Mittelsachsen fehlen Plätze in Integrationskursen für Flüchtlinge. Auf dieses Problem machte jetzt Jens Burow, Geschäftsführer Operativ der Arbeitsagentur Freiberg, aufmerksam. "In unserem großflächigen Kreis haben wir momentan lediglich drei Standorte, an denen Integrationskurse angeboten werden. Das sind die Städte Döbeln, Freiberg und Rochlitz mit insgesamt 94 Kursplätzen bis Ende 2016. Unser Bedarf liegt jedoch bei rund 300 Plätzen. Es kommt zu Wartezeiten, die den frühestmöglichen Kontakt zum Arbeitsmarkt und die damit verbundene Integration verzögern. Der Landkreis Mittelsachsen benötigt perspektivisch weitere Integrationskursträger und deren Angebote, vorrangig an den Standorten Hainichen und Mittweida", sagte Jens Burow.

Aktuell leben rund 2.780 geflüchtete Menschen im Landkreis Mittelsachsen. Von ihnen sind 758 erwerbsfähige Flüchtlinge der Arbeitsagentur Freiberg und dem Jobcenter Mittelsachsen gemeldet. Die Arbeitsagentur arbeitet eng mit Jobcenter, Landkreis, regionalen Partnern, Arbeitskreisen, Willkommensinitiativen sowie mit weiteren Institutionen an der Integration asylsuchender Menschen. Als einer der wichtigsten Handlungsschwerpunkte steht die frühestmögliche Teilnahme an einem Integrationskurs des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge. Dieser ist das Kernelement zur ersten Orientierung und Sprachförderung für Geflüchtete. Im Landkreis Mittelsachsen übersteige der Bedarf jedoch die Anzahl der zur Verfügung stehenden Integrationskursplätze.

Um dies zu ändern, baten der Verwaltungsausschuss der Arbeitsagentur Freiberg und die Trägerversammlung des Jobcenters Mittelsachsen in einer gemeinsamen Sitzung nun das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge um Unterstützung. Dort sähe man für den Landkreis Mittelsachsen allerdings aktuell keinen Bedarf an weiteren Integrationskurs-Plätzen.