Radrennen findet ganz anders statt

Corona-Beschränkung In diesem Jahr sind Hobbyfahrer statt Nationalteams am Start

Eppendorf. 

Eppendorf. Das Radrennen im Eppendorfer Ortsteil Großwaltersdorf zählt zu den absoluten gesellschaftlichen Höhepunkten in der Gemeinde. 1971 erstmals ausgetragen, sattelten in den vergangenen Jahren nicht nur Spitzenfahrer aus Deutschland, sondern auch aus dem Ausland auf. Unter anderem drehten schon die Mitglieder der Nationalmannschaften der Sowjetunion oder Marokkos ihre Runden um das Kartoffellagerhaus.

Auch die Pedaleure vom AC Sparta Prag gehören zu den Stammgästen dieser sportlichen Veranstaltung, die gemeinsam von der Gemeindeverwaltung Eppendorf, dem Ortschaftsrat Großwaltersdorf sowie dem RSV Chemnitz organisiert wird. Auch wenn in diesem Jahr wegen der Corona-Krise die Wettbewerbe abgesagt werden mussten, rollen in Großwaltersdorf dennoch die Räder. "Wir haben jedermann aufgerufen, einen bestimmten Abschnitt zu fahren", sagt Ortsvorsteher Andreas Strelow. Absolviert werden muss eine vier Kilometer lange Strecke zwischen Großhartmannsdorf (Start: Abzweig B 101 auf die S 210/Höhe Gasstation) über die Saumstraße und Großwaltersdorf (Ortseingang Gränitzer Straße). Mittels eines GPS-Trackers (zum Beispiel die App Strava, die unter www.stava.com zu finden ist) können via Smartphone die Zeiten aufgezeichnet werden. Das ist noch bis zum kommenden Sonntag, 28. Juni, möglich. Die Veranstalter betonen jedoch, dass es sich nicht um ein Radrennen auf einer abgesperrten Strecke handelt. Vielmehr sei die Straßenverkehrsordnung zwingend einzuhalten. Eine Haftung bei eventuellen Schäden werde nicht übernommen. Am vergangenen Sonntag nutzten mehr als 40 Hobbyfahrer die Möglichkeit, ihre Leistungen durch ein Kampfgericht feststellen zu lassen. Die Aktiven kamen nicht nur aus der Gemeinde, sondern auch aus Flöha und Brand-Erbisdorf. Für Strelow ist es selbstverständlich, die Strecke ebenfalls zu absolvieren. Dabei liefert er sich mit Eppendorfs Bürgermeister Axel Röthling einen packenden Zweikampf. Die Bestzeiten der beiden Kontrahenten lagen bisher fast auf dem gleichen Niveau. Abgerechnet wir schließlich in einer Woche. Die Teilnahme lohnt sich auf jeden Fall. Unter den Fahrern werden mehrere Einkaufsgutscheine im Wert von jeweils 50 Euro verlost.