Reinsberger Firma unterstützt kleine Feuerwehrleute

Spende 300 Euro durch Versteigerung gesammelt

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Trotz miesem Wetter: Große Freude über die Spende bei Bernd Hubricht, Thorsten Vogt, Falk Lucius (v. l.) sowie den jungen Mitgliedern der Brandschutz-AG. Foto: Wieland Josch

Reinsberg. Für einen kleinen Moment bittet Bernd Hubricht, Bürgermeister der Gemeinde Reinsberg, die kleine Rasselbande um Ruhe. "Wir sind hier zu Gast beim größten Unternehmen, welches in unserer Gemeinde zu finden ist", erzählt er den Kindern, die an diesem Tag in der vergangenen Woche auf das Gelände der Firma UKM Fahrzeugteile im Ortsteil Hirschfeld gekommen ist. Bei den kleinen Besuchern handelt es sich um die Mitglieder der AG Brandschutz der Grundschule Neukirchen, ebenfalls ein Teil von Reinsberg.

Der Grund für ihren Aufenthalt auf dem Firmengelände ist zunächst einmal ein ganz einfacher. "Wir haben vor kurzem eine Versteigerung unter der Belegschaft durchgeführt", erzählt Thorsten Vogt, einer der beiden Geschäftsführer des Unternehmens. Dabei kamen Geschenke unter den Hammer, die UKM in der Vergangenheit erhalten hat. 300 Euro wurden so zusammenersteigert. "Wir wollen das Geld einem guten Zweck zukommen lassen", so Vogt. Schnell kam die Idee, es dem potenziellen Feuerwehrnachwuchs zu geben. Falk Lucius, der die AG betreut, freute sich sehr. "Wir können neue Schläuche gebrauchen", sagt er. "Auch vielleicht ein Strahlrohr." Mit 300 Euro lasse sich da was bewegen.

Thorsten Vogt ließ die Gelegenheit nicht vorbeigehen, ohne vielleicht bei dem einen oder anderen Grundschüler das Interesse an einem metallverarbeitenden Beruf zu wecken. Nachwuchs ist auch bei UKM keine Selbstverständlichkeit. Gerne will man vor allem Bewerber aus der Region ansprechen, doch gestaltet es sich schwierig. Zu den notwendig hohen Anforderungen kommt auch noch die demografische Entwicklung als Hürde hinzu. Derzeit arbeiten am Standort Hirschfeld 250 Mitarbeiter, 24 Auszubildende sind dabei.

Produziert werden Produkte, die durch andere Firmen vorgegeben werden, doch gestaltet man bei UKM innovativ die dafür notwendigen Produktionsprozesse und optimiert gegebenenfalls das Produkt. Nockenwellen, Ventilantriebe oder Düsenkörper verlassen in großen oder besonders großen Stückzahlen die Fertigungshallen. Damit konnte allein 2015 ein Umsatz von 50 Millionen Euro erwirtschaftet werden.