Rochlitz liegt am Rande eines Vulkans

Vortrag Ausbruch formte die Region vor 300 Millionen Jahren

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Dr. Jochen Rascher berichtet über den Supervulkan. Foto: C.M.Brinkmann

Rochlitz. Etwa 50 interessierte Besucher kamen am vergangen Sonntag ins Geoportal Porphyrhaus in Rochlitz. In einem einstündigen Vortrag berichtete Dr. Jochen Rascher, Geschäftsführer der GEOmontan GmbH, über neue Erkenntnisse zu einem Supervulkan in der Region und seinen Einfluss auf die Entwicklung des Pophyrlandes.

Rotes Gestein wurde aus Aschewolke geformt

So prägte die ehemalige Caldera, der Krater, und der Auswurf des Vulkans die Landschaft. Die Geschichte des bekannten Rochlitzer Porphyrtuffs begann damit bereits vor über 300 Millionen Jahren mit einem gewaltigen Vulkanausbruch. Als Ablagerungen einer bis zu 800 Grad heißen Aschewolke entwickelte sich im Laufe der Zeit das rote Gestein. Aufgrund seiner Wetterbeständigkeit war er lange Zeit ein beliebtes Baumaterial.

Bewerbung auf UNESCO-Ebene

Aber auch als Decke auf Sportplätzen wurde gemahlener Porphyrkies aufgebracht. Die Theorie von einem Supervulkan in der Region ist das Ergebnis aktueller Forschungen im zertifizierten GeoPark Porphyrland. Mit den Erkenntnissen will sich der Park im Laufe der kommenden Jahre für eine Anerkennung auf UNESCO-Ebene bewerben.