Rochlitzer forsten ihre Stadt auf

Initiative Interessengruppe will künftig für jeden gefällten Baum einen neuen pflanzen

Rochlitz. 

Am zurückliegenden Wochenende wurde im Rochlitzer Köttwitzschtal im wahrsten Sinne des Wortes geackert. Mit Schaufeln, Spaten und jeder Menge Enthusiasmus pflanzten dort etliche Muldestädter sechs junge Apfel- und Kirschbäumchen auf eine Streuobstwiese in Nähe einer Kleingartenanlage. Die Aufforstung geschah nicht ohne Grund. "Mit der Anpflanzung neuer Bäume möchten wir die Stadt grüner machen", sagt Dirk Stoklassa, Sprecher der Interessengruppe "Bürger für ein grünes Rochlitz". Die Initiative, der zurzeit 15 engagierte Frauen und Männer angehören, hat sich im Juli gegründet und verfolgt das Ziel, für jeden in Rochlitz gefällten Baum einen neuen zu pflanzen. "Zudem wollen wir vorhandene und zum Teil auch kranke Bäume pflegen", erklärt Stoklassa, der während der Auftaktveranstaltung auch hilfreiche Unterstützung von zahlreichen Mädchen und Jungen des "Nikolausvereins" erhielt. Auch die Oberbürgermeisterin Kerstin Arndt hatte zum Spaten gegriffen und bewies, dass sie einen "grünen Daumen" hat. "Ich finde die Aktion sehr gut, auch weil uns der Baumbestand mitten in der Stadt Kummer bereitet", sagt Arndt. "Das liegt unter anderem daran, weil einige Bäume krank sind oder schon aufgrund von Baumaßnahmen verschwinden mussten", fügt Arndt hinzu. Die Aktion soll laut Stoklassa keine Eintagsfliege bleiben. So ist geplant, noch in diesem Jahr zwei Ginkgos auf der Muldeninsel zu pflanzen. Dabei handelt es sich um Urzeitbäume.