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Corona-News

Sachsens Fürsten nehmen Rochlitzer Lateinschule in Besitz

Historie Eine Kurzversion des Dresdner Fürstenzuges

Rochlitz. 

In bislang verwaisten Dachgeschossräumen wird in diesen Tagen an einem geschichtsträchtigen Projekt gewerkelt: Der Dresdner Fürstenzug zieht in einer Kurzvariante auf. Da, wo einst Vokabeln in der alten Lateinschule am Markt gebüffelt wurden, lassen die Mitglieder des Vereins Lebendiger Fürstenzug die schmucke Parade der sächsischen Landesväter aufmarschieren. "Unsere Interessengemeinschaft hat in dem jetzt von der Stadtbibliothek genutzten Objekt ebenso ein neues Domizil gefunden. Klar, dass wir die räumlichen Gegebenheiten nutzen, Bestandteile unserer Modelle in einer attraktiven Schau dauerhaft auszustellen", so Pressesprecher Jens Stahlmann. Der 53-Jährige gehört zu einem Teil der Interessenvertreter, die in diesen Corona-Stillstandzeiten unter Maßgabe der Hygieneregeln die Ausstellung vorbereiten.

Im Januar sind erneut Fürstenzüge in Planung

"Bislang waren mehr als 1000 Einzelteile des von uns nachgestalteten Fürstenzuges an verschiedenen Orten verteilt. Nun haben wir alles unter einem Dach. Wir beabsichtigen unter Berücksichtigung der gegebenen Lage, im Januar die Schau zu eröffnen", so Jens Stahlmann. Der erklärt, dass der Lebendige Fürstenzug das Dresdner Vorbild seit 2006 detailgetreu nachgestaltet. "94 Personen lassen die namhaften Herrschaften auferstehen, die mit 45 Pferden aufmarschieren. Da sind Otto der Reiche, Konrad der Große oder Albrecht der Stolze zu bestaunen. Neben dieser prachtvollen Straßenvariante wollen wir nun knapp 30 Personen, darunter ein Dutzend herausragender Adliger, in einer Miniausgabe in der Ausstellung, der sogenannten B-Variante zeigen", sagt Jens Stahlmann. Dafür werden genauso maßgeschneiderte, detailgetreu geschaffene Gewänder angelegt, wie Mützen, Hüte, Stiefel und andere Insignien der Macht den Vorbildern gerecht werden. Noch bleibt angesichts der eingeschränkten Bewegungsfreiheit manches in den Schauräumen zu installieren. Doch die Freude ist groß, im kommenden Jahr der Öffentlichkeit dieses Projekt zu zeigen. "Von dem erwarten wir nachhaltige Impulse für den Verein und die Stadt", so Jens Stahlmann.

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