Schoppe-Werke im Rathaus zu sehen

Ausstellung Bilder mit hintergründigen Motiven - Drucke und Keramik ergänzen Schau

Werke des Künstlers Martin Schoppe (19936 bis 1998) sind seit Donnerstag im Lichtensteiner Rathaus zu sehen und können hier bis Ende Januar 2013 bestaunt werden. Neben großformatigen Bildern, aber auch kleineren Motiven sind zudem Drucke eines Kunstkalenders zu sehen, den der Kunstverein Zwickau mit Werken Martin Schoppes herausgegeben hat. "Er hat schon zu Lebzeiten Spuren hinterlassen", würdigte Lichtensteins Beigeordnete Dagmar Hamann das Wirken des Künstlers, der auch als langjähriger Direktor des Robert-Schumann-Hauses in Zwickau, künstlerischer Leiter des Schumann-Wettbewerbes und Vorsitzender der Robert-Schumann Gesellschaft gewirkt hatte.

"Es sind Bilder, die viel zeigen, aber wenig preisgeben", sagte Siegfried Wagner in seiner Laudatio bei der Ausstellungseröffnung. Bereits früh hatte Schoppe zur Malerei gefunden. Neben einer Wandlung bei den Motiven gab es auch ein Thema, das für ihn immer eine wichtige Rolle spielte. Menschen sind oft auf seinen Bildern zu sehen. Oft sind Charaktere dabei, mit denen die Gesellschaft und Missstände zum Ausdruck gebracht werden. Dazu gibt es oft einen Kontrast. "Er hat die Handwerker und Harlekine geschätzt, weil sie für ihn einfach ehrlich waren", weiß Schoppes Frau Karla. Im Hintergrund mancher Bilder wird auch die Auseinandersetzung mit dem Tod deutlich.

Im Eingangsbereich des Rathauses fällt ein großes Triptychon ins Auge. Es trägt den Titel "Heilige Nacht" und stammt aus der Kirche in Burkersdorf bei Kirchberg. "Er hat speziell für diese schmucklose Kirche diese Bild gemalt, als er schon wusste, dass er unheilbar krank ist", erinnert sich Karla Schoppe, die die anderen Bilder für die Ausstellung zur Verfügung gestellt hat. Zu sehen sind zudem Exponate, die im Rahmen des Keramikworkshops des Kunstvereins entstanden.