• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen

So kann Freiberg hochwassersicher werden

Baureport Ableitungsstollen in die Mulde in Vorbereitung

Freiberg. 

Freiberg. Der Freiberger Stadtrat hat beschlossen, dass der Biberteich im Stadtteil Zug/Langenrinne in einem relativ geringen Umfang ausgebaut und zugleich der Bau eines Ableitungsstollens vom Auslauf des Hüttenteiches zur Freiberger Mulde planerisch weiter untersucht werden soll. Dies ist Teil des übergeordneten Konzeptes zum Hochwasserschutz.

Neue Variante untersuchen

Ursprünglich sollte der Biberteich so ausgebaut werden, dass er die Wassermassen im Hochwasserfall aufnehmen könnte und so die Stadt schützt. Die geschätzten Baukosten hätten sich aber bei dieser Ausführung um rund vier Millionen Euro auf etwa zehn Millionen Euro erhöht, weshalb die oben erwähnte andere Variante bevorzugt wird. Derzeit erfolgen durch die Landestalsperrenverwaltung Sachsen verschiedene Maßnahmen an der Stauanlage Großer Hüttenteich, die es nach Abschluss ermöglichen, den Münzbach im Hochwasserfall auch an dieser Auslaufstelle zu fassen und über einen neu zu errichtenden Ableitungsstollen direkt in die Freiberger Mulde abzuschlagen.

"Der Wasserstand der Mulde würde dadurch nicht wesentlich beeinträchtigt", erläuterte Bürgermeister Holger Reuter. "Bei Hochwasser wären das circa zwei bis drei Zentimeter." Etwa 45 Prozent des Hochwasseranfalls könnten damit bereits unmittelbar nach dem Hüttenteich in die Mulde abgeleitet werden. Ziel der Stadt Freiberg sei es nun, die neue Variante planerisch weiter zu untersuchen und im Rahmen eines Planfeststellungsverfahrens die Voraussetzungen für die Ausführung zu schaffen.



Prospekte