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Spatenstich für das neue Telewerk

Projekt Bau eines Reallabors über zwei Stockwerke

Mittweida. 

Mittweida. Am Mittwoch haben die Hochschule Mittweida, das Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI, die Volksbank Mittweida eg, sowie die TeleskopEffekt GmbH den symbolischen Spatenstich für ein zukunftsweisendes Projekt vollzogen. Auf dem Gelände der Werkbank32 entsteht mit "TELEWERK - Telewerkstätten für ländliche Regionen" ein Reallabor mit einer Nutzfläche von 173 Quadratmetern über zwei Stockwerke. Darin wollen die Hochschule und das Fraunhofer IVI gemeinsam das digitale Leben und Arbeiten im ländlichen Raum erforschen.

Umsetzung mit möglichst kleinem C02-Fußabdruck

"In den letzten Jahren hat sich unsere Arbeitsweise geändert", erklärt Julia Breßler von der TeleskopEffekt GmbH. Dadurch ergäben sich neue Anforderungen an den Arbeitsplatz: "Bei dieser neuen Arbeitsweise spielt auch Datensicherheit eine große Rolle", führt Breßler fort. Ein weiteres Ziel des Projektes ist, dass das Gebäude einen möglichst kleinen CO2-Fußabdruck hat. So wird das Reallabor aus Holz gebaut, der nicht nur ein nachwachsender Rohstoff ist, sondern im Gegensatz zu Beton, auch CO2 bindet. Den Strom für das Gebäude soll eine große Solarfläche liefern. Ein großes Problem ist dabei, wie der Strom am besten langfristig gespeichert werden kann. "In einem Liter Öl stecken ungefähr zehn Kilowattstunden Strom. In einer Lithium-Ionen Batterie steckt nur ein Fünfzigstel der Energie", sagt Matthias Klingner, Leiter des Fraunhofer IVI.

Unterstützung vom Sächsischen Staatsministerium für Regionalentwicklung

Neben dem "TELEWERK" beinhaltet der Gebäudekomplex auch das Projekt "AMSEL-autarke Mikrosiedlung für energiebewusste Lebensweise", des Fraunhofer-Institutes. Das Projekt erforscht wie Systeme miteinander verbunden werden können, um die zur Verfügung stehende Energie am effizientesten zu nutzen. Das Sächsische Staatsministerium für Regionalentwicklung unterstützt beide Projekte im Rahmen seiner simul+-Initiative und hat für den Bau des Gebäudes 500.000 Euro bereitgestellt. Auch Oberbürgermeister Ralf Schreiber freue sich über das Projekt.

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