Steht eine rechtsradikale Aktion dahinter?

Schmierereien Polizei nimmt Ermittlungen auf

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Schmierereien und Leichenumrisse in drei mittelsächsischen Städten, hier in Geringswalde. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung. Foto: Dennis Heldt

Geringswalde/Rochlitz/Penig. Die Polizei hat gestern die Ermittlungen im Fall von drei Schmierereien aufgenommen. Wie die Direktion in Chemnitz mitteilte, suche man Zeugenhinweise zu den mutmaßlichen Tätern. In der Zeit zwischen Montagmorgen und Dienstagmorgen gegen 8.30 Uhr, haben Unbekannte an mehreren Tatorten in Penig, Rochlitz und Geringswalde mit verschiedenen Farben Schriftzüge sowie Personenumrisse auf Verkehrsflächen geschmiert, so die Polizei.

Festgestellt wurden die nahezu identischen Schmierereien auf dem Gehweg vor dem Peniger Rathaus am Markt, vor den Eingangszonen zweier Discounter in der Chemnitzer und Leipziger Straße in Penig, auf einer Parkfläche eines Einkaufsmarktes in der Poststraße in Rochlitz sowie vor der Eingangszone von "Nahkauf" in der Dresdner Straße in Geringswalde.

Hier stand dabei neben dem Leichenumriss einer Person geschrieben: "Dresdens Mörder - unvergessen". Ob es sich bei den Taten um ein rechtsextremistisches Motiv handele, könne derzeit noch nicht gesagt werden. Der Slogan "Dresden bleibt unvergessen" wird häufig von den "Jungen Nationaldemokraten", der Nachwuchsorganisation der rechtsextremen NPD, benutzt. Sie spielen dabei auf die Bombardierung Dresdens im Februar 1945 an. Die Polizei bittet Zeugen, sich unter der Nummer 03737/7890 zu melden.