Termin zu Striegistalradweg ist fest eingeplant

Engagement Bürgerinitiative und Stadt wollen, dass es endlich voran geht

Hainichen. 

Hainichen. Dass der geplante Striegistalradweg zwischen Hainichen und Roßwein bereits vor über zehn Jahren eröffnet wurde, ist vielen schon gar nicht mehr bewusst. Insgesamt umfasst die Trasse, die zu einem Großteil auf der ehemaligen Bahnlinie zwischen den beiden Orten verlaufen soll, eine Länge von rund 18 Kilometern. Nachdem in Hainichen der Abschnitt zwischen der Gerichtsstraße und Crumbach, sowie innerhalb der Gemeinde Niederstriegis bereits 2008 beziehungsweise 2010 fertig gestellt wurden, lagen die Pläne für die Strecke dazwischen wegen eines aufwendigen Planfeststellungsverfahrens auf Eis.

Da der Planfeststellungsbeschluss für den Abschnitt 2.1. von einzelnen Umweltverbänden beklagt wurde, liegt er seit rund 1,5 Jahren beim Verwaltungsgericht Chemnitz. "Aufgerufen wurde er dort bislang noch nicht und auf Anfragen meiner Person zum Thema erhielt ich von dort nur patzige Antworten. Nach meinem Kenntnisstand soll aber wenigstens das Gerichtsverfahren 2019 eröffnet werden", informierte Hainichens Bürgermeister Dieter Greysinger zum aktuellen Stand. Nun hoffen viel Radfreunde auf ein Urteil, das auch "Im Namen des Volkes" gesprochen wird, denn 7.000 Unterzeichner der Radwegeinitiative sind ein repräsentativer Teil des Volkes. Nichtsdestotrotz versuchen einige Mitglieder von Umweltverbänden diese breite Bürgerinitiative zu sabotieren.

Mit Glück kann 2020 gebaut werden

Die gesamten Planungsunterlagen des Abschnittes 2.2 - 6 von der Kratzmühle bis nach Niederstriegis wurden im Sommer des vergangenen Jahres bei der Landesdirektion Chemnitz eingereicht. Der Erörterungstermin mit allen Personen und Vertretern von Institutionen, die eine Stellungnahme abgegeben haben, wird wahrscheinlich noch im ersten Halbjahr 2019 erfolgen. "Leider glänzen zu derartigen Erörterungsterminen die besagten, selbst ernannten Umweltschützer regelmäßig mit Abwesenheit und zeigen damit, dass sie überhaupt kein Interesse an einer gütlichen Einigung haben", weiß Greysinger.

In den nächsten Wochen öffentlich ausgelegt werden sollen außerdem die Unterlagen der Vorhaben "Nossener Straße" zwischen sieben Kurven und Bauende am Abzweig Salzstraße sowie für den Radweg entlang der B 169 Gersdorf - Falkenau. Wenn alles klappt, könnten diese Maßnahmen 2020 umgesetzt werden. Für den Radweg entlang der S 201 von Hainichen nach Falkenau, der wesentlich dringender wäre als die Strecke entlang derB 169, ist aufgrund von offenen Umweltfragen die Auslegung der Unterlagen 2019 nicht ausgeschlossen, aber auch nicht sicher. Das Hainichener Stadtoberhaupt ist wegen diesem wichtigen Thema in ständigem Kontakt mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr in Dresden sowie dem Ortschaftsrat Gersdorf/Falkenau.