Titelverteidiger fährt den Sieg ein

Radsport Viele Besucher bei der Meisterschaft in Altmittweida

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Der spätere Gewinner und Titelverteidiger: Tony Martin war beim Wendepunkt in Altmittweida der schnellste und wurde Deutscher Meister im Zeitfahren. Foto: Dennis Heldt

Altmittweida/Chemnitz. Mehr als 300 Radsportfans feuerten am Freitagnachmittag die besten Athleten beim Zeitfahren der Deutschen Meisterschaften im Straßenradsport an. Vom Austragungsort in Chemnitz ging es entlang des Chemnitztales bis zur Wendestelle in Altmittweida nach knapp 20 Kilometern.

Von 50 angemeldeten gingen nur 24 Sportler an den Start

Im Abstand von 30 Sekunden verließen die Zeitfahrspezialisten die Startrampe in der Chemnitzer Innenstadt. Von den zuvor gemeldeten knapp 50 Startern nahmen letztendlich jedoch nur 24 Athleten die 48 Kilometer lange Strecke nach Altmittweida und zurück auf sich, der Rest schonte sich für das Einzelrennen am Sonntag auf dem Chemnitzer Rundkurs über 219 Kilometer.

Keine Chance für die Konkurenz

Den Titel aus dem Vorjahr konnte dabei Topfavorit Tony Martin vom Team "Katusha Alpecin" verteidigen. Martin, der als Letzter auf die Strecke geschickt wurde, war auch beim Wendepunkt in Altmittweida mit einem Durchschnittstempo von knapp 53 Kilometern pro Stunde der Schnellste: 27 Minuten und 16 Sekunden benötigte der Zeitfahrspezialist und siebenfache Weltmeister in dieser Disziplin für die Strecke zwischen Chemnitz und Altmittweida.

Dennoch war aufgrund des kleinen Starterfeldes die ganze Aufregung innerhalb einer knappen halben Stunde vorbei. Reiner Rechenberger, der die Moderation an der Wendestelle vor Ort übernahm, versorgte die Besucher mit den wichtigsten Informationen und Zeitabständen der einzelnen Radsportler.

Organisation war nicht ausgereift

Nach der Durchfahrt von Tony Martin wurde die Veranstaltung jedoch etwas abrupt beendet. "Es wäre schön gewesen, man hätte noch etwas Musik gespielt und die Besucher auch über den Ausgang des Rennens in Chemnitz informiert", sagte eine Besucherin etwas enttäuscht.

Den meisten hat die Veranstaltung dennoch gut gefallen, viele reisten extra mit dem eigenen Zweirad an. Auch viele Altmittweidaer stellten sich begeistert an den Straßenrand, denn allzu oft durchqueren Deutschlands Spitzenradsportler nicht die kleine Gemeinde.