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"Truhe" verewigt die Burgstädter Jugendclubarbeit

Projekt Junge Leute füllen eine Zeitkapsel mit typischen Dingen

Burgstädt. 

Ein nicht alltägliches Projekt wird in diesen Tagen abgeschlossen: Willy Bernhardt aus Wechselburg versiegelt sein Projekt Zeitkapsel und übergibt es an die Stadtverwaltung von Burgstädt. Der 20-jährige Wechselburger hatte als Praktikumsarbeit seiner Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher die Idee dazu. "Es war allerdings mein zweiter Anlauf für ein Praktikumsthema", gibt der Wechselburger zu. Sein erster Versuch, der die Sicherheit im Internet und Facebook zum Inhalt hatte, kam nicht so gut an. "Anders dagegen das Zeitkapsel-Projekt", weiß auch Mandy Gnauck, die Burgstädter Club-Chefin. Zwei Mal pro Woche arbeitete Willy Bernhardt mit jeweils zehn bis zwölf Jugendlichen an seinem Projekt. Dass die Zeitkapsel zehn Jahre verschlossen bleiben soll, finden die Burgstädter Club-Mitglieder besonders toll: "Denn keiner weiß, was in zehn Jahren ist", so ihre Meinung. Worum handelt es sich bei der Zeitkapsel nun konkret? "Das ist eine Art Schatztruhe aus Pappe", erläutert Willy, der an der Euro-Schule in Rochlitz momentan das zweite Lehrjahr absolviert. In der "Truhe" erhalten sind verschiedene Zeitzeugen der gegenwärtigen Jugendclubarbeit. Das sind beispielsweise eine Flaschenpost, eine Club-Collage mit Fotos, die die Entwicklung der Einrichtung, deren Träger der Verein Muldentaler Jugendhäuser ist, dokumentieren, eine Flasche Ramazzotti, ein USB-Stick mit Fotos der Jugendlichen, ein T-Shirt und manches mehr. "Geöffnet werden darf die versiegelte Zeitkapsel erst in zehn Jahren", verrät Willy. Der Inhalt soll dann entweder im Burgstädter Jugendclub einen Platz finden oder in einer Einrichtung mit einer ähnlichen pädagogischen Ausrichtung.