Unter der Erde etwas über Traditionen lernen

Einfahrt Kinder bekommen Reise durch die Unterwelt geschenkt

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Voll guter Laune bereiten sich die kleinen Tuttendorfer auf ihre Einfahrt in das Silberbergwerk vor. Foto: Wieland Josch

Freiberg. Von vielen Punkten in Freiberg aus ist sie zu sehen, die Bergbauanlage auf der Reichen Zeche mit ihrem Förderturm. Auch in Tuttendorf ist das ein bekannter Anblick, doch vor allem die kleinen Bewohner des Halsbrücker Ortsteiles wissen meist noch nicht, was es damit auf sich hat. Klar, ein jeder hat schon einmal etwas von Bergleuten gehört und dass die hier mächtig aktiv waren, aber wie es unter der Erde aussieht, das wissen die Kinder noch nicht zu sagen.

Expertin Jana Pinka bringt den Kleinen etwas bei

Die Freiberger Landtagsabgeordnete der Linken Jana Pinka ist studierte Geologin und seit jeher mit der Materie vertraut. Ihr Ziel ist es immer wieder, Kindern etwas darüber zu erzählen, ihnen beizubringen, was es mit Gesteinen, Erzen und Mineralien auf sich hat, wo sie herkommen und wie sie in Vergangenheit und Gegenwart abgebaut wurden. In den Kindertageseinrichtungen der Region ist sie regelmäßig unterwegs und vermittelt dieses Wissen mit viel Spaß.

Unter Tage

Zum Kindertag am vergangenen Freitag machte sie nun etwas anderes. Sie lud die Kinder der Tuttendorfer Kita ein, mit ihr gemeinsam die Stolln und Gänge in 150 Metern Tiefe zu erkunden. Dazu fuhren sie in das Silberbergwerk auf der Reichen Zeche ein und wurden dort von Lasse Eggers vom Förderverein "Himmelfahrt Fundgrube" geführt. So lernten die Kleinen jenen verborgenen Teil kennen, auf den sich die Traditionen und Bräuche der Region stützen, welche heute noch lebendig sind und beispielsweise beim kommenden Bergstadtfest und den Silbernen Tagen gefeiert werden.