Verloren geglaubte Akten kehren zurück

Übergabe Stadtarchiv übernimmt historischen Bestand

Freiberg. 

Freiberg. Ein längst verloren geglaubter Schatz ist wieder aufgetaucht und in die Hände des Freiberger Stadtarchivs übergeben worden. Dabei handelt es sich um eine erkleckliche Anzahl historischer Akten, die aus der zweiten Hälfte des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stammen und sich allesamt mit dem Thema Wasserversorgung beschäftigen.

32 Kartons mit alten Papieren

Als sie nach 1924 an die Wasserwerke übergeben wurden, versäumte man wohl, ein Protokoll darüber anzufertigen. Als 1957 eine Auflistung aller Akten erfolgte, musste der Verlust von 2745 Akten konstatiert werden. Man nahm an, dass sie vernichtet worden seien. Auch eine Revision Anfang der 1990er Jahre brachte kein anderes Ergebnis. "Noch als der inzwischen verstorbene Christian Neubert Geschäftsleiter des Wasserzweckverbandes Freiberg war, führten wir mit ihm Gespräche", so Ines Lorenz, Leiterin des Stadtarchivs. Und so begann die Rückgabe des historischen Aktenmaterials.

Am Donnerstag dieser Woche wurde diese nun nach mehreren Jahren durch den heutigen Geschäftsleiter Roger Lucchesi abgeschlossen. Noch einmal kamen 32 Kartons mit alten Papieren zurück. "Für uns besitzen sie keinen praktischen Wert mehr", so Lucchesi. "Doch historisch sind sie sehr wichtig." Die Akten werden nun erst einmal gereinigt und registriert. "Wir sind natürlich sehr froh, sie wieder in unserem Besitz zu wissen", sagt Ines Lorenz. Ab dem 1. September stehen sie dann der Öffentlichkeit zur Nutzung zur Verfügung.