Wanderlatsch beschreitet neue Wege

Vereinsarbeit Wie ein Verein junge Leute zum Mitmachen animieren will

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Die Vertreter der erfolgreichen Leubsdorfer Vereine mit Bürgermeister Dirk Fröhlich (5.v.r.) und Vertretern der Leader-Region. Foto: Ulli Schubert

Leubsdorf. Die Adventsfeiern in den Leubsdorfer Ortsteilen sind schon Geschichte, der Blick kann sich ins neue Jahr richten. Die Mitglieder des Vereins "Wanderlatsch" zum Beispiel haben richtig gute Ideen bezüglich der Nachwuchsgewinnung.

Auszeichnungen für innovative Ideen

Das wurde bei der Preisverleihung im Ideenwettbewerb "Mein Verein hat Zukunft" deutlich, bei der die Schellenberger wie auch der KSV Grün-Weiß und der SV Grünweiß Leubsdorf zu den Gewinnern gehörten. Initiiert hatte den Wettbewerb der Verein zur Entwicklung der Erzgebirgsregion Flöha- und Zschopautal. "Wir haben schon so viel darüber gesprochen, dass wir uns sehr darauf freuen, die Pläne umzusetzen", so Vereinsvorsitzende Simone Berthold.

Vereine brauchen Nachwuchs

Denn Nachwuchs ist aufgrund der demografischen Entwicklung auch in dem derzeit 36 Mitglieder zählenden Verein dringend erforderlich, weshalb neue Wege gesucht werden, um Kinder und Jugendliche zu begeistern. Dazu zählen Echtzeit-Videowanderungen aus dem Flöhatal, um mit Hilfe der digitalen Medien junge Menschen zum Wandern zu animieren, und Wanderungen mit der kostenlosen Locandy-App auf einem extra dafür geschaffenen Themenweg. Die Wanderung soll mit kniffeligen Rätseln, Entfernungsmesser und Wissenswertem rund um die Region und die Stationen aufgelockert werden.

Märchen und digitale Medien

Auch Märchenwanderungen für die Jüngsten und nächtliche Übernachtungslager sollen angeboten und dabei die Neugier der Kinder, bei Dunkelheit den Wald zu erkunden, geweckt werden. Schließlich planen die Wanderlatsch-Mitglieder eine sogenannte Gewerkewanderung: "Mit den Wanderlatschen auf Zeitreise durch unser Dorf" als Vernetzungsprojekt zwischen ortsansässigen Firmen und den Kindern des Ortes. Auf einer Strecke von etwa vier Kilometern werden Fragen für die Zeitreise von 1900 bis 1960 ausgearbeitet, Ortschronist und Vereinsmitglieder berichten, was sich in den Gebäuden befand, Unternehmen ermöglichen die Besichtigung der Betriebe und Produktionsstätten, Abschluss mit Spielen, Sport und Lagerfeuer. Ein tolles Vorhaben, dem man nur Erfolg wünschen kann.