Wertvolle Gebäude vor Verfall bewahrt

Auszeichnung Verein IV. Lichtloch mit Denkmalpreis geehrt

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Kurt Skrokan, Gabriele Helm und Jens Kardel nahmen den Preis aus den Händen von Landrat Damm entgegen (v.l.), rechts Laudator Falk-Uwe Langer. Foto: Ulli Schubert

Hohenfichte/Reinsberg. Neben dem Architekten Jörg Albersmeier aus Leubsdorf und Wolfgang Schwabenicky aus Mittweida wurde anlässlich des "Tages des offenen Denkmals" im Rittergut Hohenfichte auch der Verein IV. Lichtloch des Rothschönberger Stollns mit dem mittelsächsischen Denkmalpreis ausgezeichnet.

Restaurierung durch Spenden möglich

Rund 50 Objekte hatten an diesem Tag ihre Türen im Landkreis geöffnet und gaben einen Einblick in deren Geschichte und Baustruktur. Die Bevölkerung identifiziere sich mit den Gebäuden, denn sie spiegeln unmittelbar die heimatliche Historie wieder, so Landrat Matthias Damm.

Der Verein aus Reinsberg hat seit 15 Jahren ein Ziel: Die Bestandwahrung und Restaurierung eines großflächigen bergbaulichen Areales der Baulichkeiten des IV. Lichtloches."Der Aufwand erschien angesichts des Umfangs dieser Aufgabe enorm. Doch dank der Werbung von Spenden sowie der vielen praktischen Arbeit der Mitglieder ist es gelungen, den Zustand der Anlagen zu sichern und diese denkmalgerecht zu sanieren", erklärt der Erste Beigeordnete Lothar Beier bereits vor der Auszeichnungsfeier. "Hinzu kommt die Präsentation in Form von Führungen, um den Besuchern ein authentisches Bild der Arbeit im 19. Jahrhundert zu vermitteln."

Der Verein habe sich erfolgreich gegen Altersverschleiß, Vandalismus und Perspektivlosigkeit behauptet, so Laudator Falk-Uwe Langer, und mit Ideenreichtum, Geistes- und Muskelkraft dafür gesorgt, dass das weitläufige Areal mit seinem historisch wertvollen Gebäudekomplex noch heute existiert.

Die Bergschmiede wurde erst in diesem Jahr übergeben. Außer ihr können auch das Huthaus, Radstuben, die obere Abzugs-rösche und weitere Zeugnisse des Bergbaus besichtigt werden. www.viertes-lichtloch.de