Wieso gräbt denn die Army hier im Wald?

Tourismus Mittweida erhält Unterstützung durch die Bundeswehr

wieso-graebt-denn-die-army-hier-im-wald
Mitglieder der Bundeswehr-Patenkompanie am Ufer der Zschopau zwischen Kockisch und Mittweida beim Wanderwege-Bau. Mitte: Wanderwege-Wart Manfred Dombrowe; rechts Beigeordneter Holger Müller. Foto: Uwe Schönberner

Mittweida. Auf willkommene Unterstützung der Bundeswehr kann in diesen Tagen die Stadt Mittweida zurück greifen. Soldaten der Ausbildungs- und Unterstützungs-Kompanie 371 aus Frankenberg werkeln derzeit am Zschopautal-Wanderweg zwischen Kockisch und Mittweida.

Es musste etwas getan werden

"Auf reichlich 200 Metern Länge war der Weg so schlecht, dass endlich etwas getan werden musste", weiß Wanderwege-Wart "Keule", alias Manfred Dombrowe, der frühere Chef des Bauhofes der Mittweidaer Stadtverwaltung.

Er unterstützt die jungen Armisten mit seinem reichlich vorhandenen Fachwissen und so manchem fachkundigen Tipp. Gerade hinsichtlich der Auswahl des Holzes, das beim Wegebau zum Einsatz kommt, kennt sich Keule aus.

Schwierige Voraussetzungen für die Weg-Erneuerung

Durch die Anforderungen an die Nässe-Beständigkeit ist hier der Einsatz von möglichst feuchtigkeitsverträglichem Material wichtig. Da der Weg meist nur wenige Meter neben dem Zschopau-Ufer verläuft, ist dieser Aspekt von besonderer Bedeutung. Sogar ein Stück Bruchstein-Mauer wurde gebaut, um Weg-Ausspülungen an einer kritischen Ufer-Stelle künftig zu vermeiden.

Abwechslung vom Alltag

"Für die jungen Wehrangehörigen ist diese Arbeit eine willkommene Abwechslung im Wehralltag", sagte Hauptmann René Jödicke. Die Zusammenarbeit zwischen der Patenkompanie und der Stadtverwaltung war im Mittweidaer Rathaus vereinbart worden, als Oberbürgermeister Ralf Schreiber gemeinsam mit Vertretern der Bundeswehr-Patenkompanie nach Möglichkeiten gesucht hatte, wie die Wehrangehörigen die Stadt unterstützen könnten.

"Auf diese Arbeiten hat es auch im Rathaus durch die Bürgerinnen und Bürger bisher nur positive Reaktionen gegeben", bestätigt Beigeordneter Holger Müller. Welche Maßnahmen die Mitglieder der Bundeswehr-Patenkompanie künftig angehen werden, wird noch beraten.