Wolfgang Schwabenicky wird für Lebenswerk geehrt

Auszeichnung Denkmalpreis für Reinsberg, Hohenfichte & Mittweida

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Wolfgang Schwabenicky, Träger des Denkmalpreises 2017, mit Landrat Matthias Damm und Laudator Yves Hoffmann (l.). Foto: Ulli Schubert

Hohenfichte. Im Herrenhaus des Rittergutes im Leubsdorfer Ortsteil wurden in diesem Jahr anlässlich des "Tages des offenen Denkmals" die Denkmalpreise des Landkreises Mittelsachsen verliehen. Neben dem Hausherrn, Architekt Jörg Albersmeier, und dem Verein IV. Lichtloch des Rothschönberger Stollns ehrte der Landrat auch Wolfgang Schwabenicky aus Mittweida. "Die Geehrten stehen symbolisch für die vielen engagierten, die sich um diese Kulturgüter verdient gemacht haben", so Matthias Damm.

Dr. Schwabenicky hat sich in der Region schon vor Jahrzehnten einen Namen gemacht. Denn bereits zu DDR-Zeiten war der Lehrer ehrenamtlich im Denkmalschutz tätig, bevor er 1988 Leiter der Bodendenkmalpflege wurde und zuständig für die damaligen Kreise Rochlitz, Hainichen und Flöha war. In jene Zeit fallen beispielsweise die Grabungen auf dem Treppenhauer in Sachsenburg, wo Schwabeniskys Rat bei der bevorstehenden Schlosssanierung wieder gefragt ist.

Laudator Yves Hoffmann zeichnet ein sehr umfassendes Bild des Mannes, den er "Nestor der modernen Archäologie" nannte und der zum Erhalt zahlreicher historischer Gebäude nicht zuletzt in seiner Heimatstadt Mittweida beitrug und nicht selten gegen den Widerstand übergeordneter Behörden. Aber auch mit zahlreichen Publikationen und Textbeiträgen setzte sich Wolfgang Schwabenicky für die Bestandwahrung von Werten der mittelsächsischen Kulturlandschaft ein, die ohne sein Wirken um einiges ärmer wäre.