Zukunft des Krankenhauses noch unklar

VERTRAG Kreistag hebt Beschlüsse zur Teilprivatisierung des LMK auf

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Das Krankenhaus in Mittweida soll auch in Zukunft bestehen bleiben. Foto: C. M. Brinkmann

Mittweida/Freiberg. Die drohende Pleite der Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH (LMK) ist in den vergangenen Monaten ein viel diskutiertes Thema. Planungssicherheit sollte Mitte des Jahres die Eingliederung des kreiseigenen Unternehmens in die Vereinigten Gesundheitseinrichtungen Mittelsachsen GmbH (VGE) bringen.

Wird der Marburger Bund den Tarifverhandlungen zustimmen?

Damit verbunden fanden auch Gespräche mit der Sana Kliniken AG bezüglich einer Teilprivatisierung der LMK statt. Wegen Unstimmigkeiten bezüglich einer Tarifanpassung an das Lohnniveau der VGE- Einrichtungen wurden die Gespräch allerdings Ende Juli abgebrochen. In seiner Sitzung am vergangenen Mittwoch hob der Kreistag nun auch die Beschlüsse zur Teilprivatisierung der LMK auf. Diese seien nicht mehr umsetzbar, nach dem die Gespräche mit den potenziellen Partnern beendet worden sind. In der Sitzung stellte Landrat Matthias Damm zudem die aktuelle Situation des Klinik-Unternehmens dar. Demnach laufen derzeit Gespräche mit dem Marburger Bund, der gewerkschaftlichen Vertretung der Ärzte. Auch sie sollen einen Tarifvertrag zur Existenzsicherung der LMK zustimmen.

Notlagentarifvertrag seit Ende August

Für das nicht-medizinische Personal handelten Ende August die LMK, Verdi und der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) einen Notlagentarifvertrag aus. "Dies war ein ganz wichtiger Schritt um die Gesellschaft zu stabilisieren", so Landrat Matthias Damm. Er blickt optimistisch in die Zukunft: "Nach wie vor bin ich überzeugt, dass wir es alleine schaffen, für eine nachhaltige medizinische Versorgung in Mittweida zu sorgen."