Album auf dem Index: "Sonny Black" von Bushido ist jugendgefährdend

Im Jahr 2015 hatte die Bundesprüfstelle das Album "Sonny Black" von Bushido als jugendgefährdend eingestuft. Nach einem langen Rechtsstreit ist nun die Entscheidung gefallen, ob die Platte zu Recht auf dem Index steht oder nicht.

Im Jahr 2015 hatte die Bundesprüfstelle das Album "Sonny Black" von Bushido als jugendgefährdend eingestuft. Nach einem langen Rechtsstreit ist nun die Entscheidung gefallen, ob die Platte zu Recht auf dem Index steht oder nicht.

Bereits im Jahr 2014 veröffentlichte der Berliner Rapper Bushido sein Album "Sonny Black". Nun entschied das Bundesverwaltungsgericht in letzter Instanz, dass die Platte jugendgefährdend sei und nicht an Kinder und Jugendliche verkauft werden dürfe. "Die hemmungslose Gewaltdarstellung zieht sich durch die Titel", begründete Richter Thomas Heitz seine Entscheidung. Damit gab er der Bundesprüfstelle recht, die das Album bereits 2015 auf den Index setzte. In den Titeln auf dem Album soll Bushido in "vulgärer Sprache" über Frauen und Homosexuelle rappen und Worte nutzen wie "Nutten" und "Bitches". Außerdem sei es gewaltverherrlichend.

Der Index ist eine Liste aller jugendgefährdenden Medien in Deutschland. Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) entscheidet darüber, ob ein Medium "indiziert" wird oder nicht.

Bushido hatte gegen den Listeneintrag der Bundesprüfstelle eine Klage eingereicht, die jedoch vom Verwaltungsgericht abgewiesen wurde. Das Oberverwaltungsgericht Münster gab in einem Berufungsverfahren dann Bushido recht und ließ das Album weiterhin verkaufen, woraufhin die Bundesprüfstelle Revision einreichte. Dem folgte nun das Bundesverwaltungsgericht. Bushido selbst, der auch an der Verhandlung teilnahm, bezeichnete sich nicht als frauen- oder schwulenfeindlich. Er sei "abgeschmiert auf ganzer Linie" und erklärte, dass es schwierig sei, in einer "komplett anderen Abteilung auf Verständnis zu stoßen".