American Music Awards: Taylor Swift entthront Michael Jackson

Fünf Preise an einem Abend: Bei den American Music Awards brach Taylor Swift einen Allzeitrekord. Bei aller Freude nutzte die Sängerin ihren Triumph aber auch für eine eindeutige Botschaft an ihren ehemaligen Labelchef.

Fünf Preise an einem Abend: Bei den American Music Awards brach Taylor Swift einen Allzeitrekord. Bei aller Freude nutzte die Sängerin ihren Triumph aber auch für eine eindeutige Botschaft an ihren ehemaligen Labelchef.

Zehn Auszeichnungen bei den Grammys, fast 200 Millionen verkaufte Tonträger und ihr neuestes Album "Lover" ist auch ein wahrer Kassenschlager - Taylor Swift ist zweifelsohne eine der prägendsten Popstars unserer Zeit. Diesen Status hat die Sängerin bei den American Music Awards nun eindrucksvoll untermauert.

Auf der Preisverleihung in Los Angeles in der Nacht zum Montag wurde die 29-Jährige mit insgesamt fünf Preisen bedacht. Neben der Auszeichnung als "Künstlerin des Jahrzehnts" gewann Swift unter anderem in den Kategorien "Künstlerin des Jahres" und "Beliebtestes Album des Jahres". Damit schraubte die US-Amerikanerin ihre Ausbeute auf 28 Preise hoch und stellte Michael Jackson in den Schatten. Der "King of Pop" hatte während seiner Laufbahn 24 AMAs eingeheimst.

Taylor Swift in Zwangsjacke

Auf sich aufmerksam machte Swift aber nicht nur mit den fünf Auszeichnungen, sondern auch mit ihrem Outfit. Als sie zum Auftakt eines Medleys ihrer besten Hits die Bühne betrat, staunten die Zuschauer nicht schlecht. Swift trug einen weißen Pullover im Look einer Zwangsjacke, auf dem in schwarzer Schrift ihre bisherigen Albentitel abgebildet waren.

Hintergrund dieses ungewöhnlichen Auftritts: Im Vorfeld der AMAs hatte die Sängerin einen öffentlichen Disput mit ihrem ehemaligen Label Big Machine Records um die Rechte an ihren alten Alben ausgetragen. Zunächst wollte ihr das Label verbieten, alte Songs zu performen. Nach einem emotionalen Aufruf Swifts über die sozialen Medien und einer Intervention der AMA-Produktionsfirma kam es jedoch letztlich zu einer Einigung. Für ihre ersten sechs Studioalben stand die Künstlerin bei Big Machine Records unter Vertrag, anschließend wechselte sie zu Universal Music.