Beruf Maurer: Arbeit an der frischen Luft

Berufe-Special Thomas Eckhart ist Maurer in der Tauschaer Firma Baugeschäft Sehm.

Thomas Eckhart ist Maurer in der Tauschaer Firma Baugeschäft Sehm. Für den 48-Jährigen ist die Arbeit an der frischen Luft das, was er schon immer machen wollte. 

Wie sind Sie zu Ihrem Beruf gekommen und was beinhaltet dieser hauptsächlich?

Zu DDR-Zeiten gab es in der Schule das Fach PA, die produktive Arbeit. Da kamen wir schon als Schüler mit Berufen in Kontakt. Ein Lehrmeister in der PA hat uns damals das Maurerhandwerk gezeigt  und ich wusste sofort, dass ich dass später einmal beruflich machen möchte. Eine Arbeit in einer geschlossenen Halle war für mich schon als Kind nicht vorstellbar und da kam die des Maurers, der immer draußen ist, gerade richtig. 

Zum Arbeitsinhalt gehören das Mauern, Putzen, Schalungen stellen und ab und an auch Tiefbauarbeiten.

Wie lange üben Sie diesen Beruf schon aus?

Ich habe am 1. September 1989 meine Ausbildung angefangen, seitdem bin ich als Maurer tätig.

Was hat Sie am meisten an diesem Beruf begeistert, was vielleicht weniger?

Mit meinen Händen erschaffe ich etwas, das von Bestand ist. Das gefällt mir am besten. Ich schaue mir heute manchmal noch Häuser an, die ich vor Jahren verputzt habe. Das ist irgendwie ein gutes Gefühl. Und die schon erwähnte frische Luft, die mich immer umgibt, ist auch etwas, das mich an meinem Beruf begeistert. Wenn es stark regnet und sehr kalt ist, ist es manchmal weniger schön. Aber das ist zu verkraften.

Gab es ein tolles Erlebnis, das im Gedächtnis geblieben ist?

Als Lehrling habe ich mal im Chemnitzer Opernhaus arbeiten dürfen. Das war beeindruckend und ist mir bis heute im Gedächtnis geblieben. 

Warum sollte ein Schüler eine Ausbildung in diesem Berufsfeld machen?

Ein großer Vorteil des Maurerberufs ist, dass man immer Arbeit hat - denn gebaut wird immer. Man erschafft etwas, arbeitet in einem Team und ist draußen. Man muss den Beruf aber auch lieben. Das tue ich. 

Wo kann man eine Ausbildung zum Maurer machen?

Ich denke, jeder größere Betrieb kann da infrage kommen. Aber auch kleine Firmen bilden aus und haben den Vorteil, dass sie wie eine Familie sind. 

 

Vielen Dank für das Interview!

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