Chemnitzerin Miriam Spranger bringt neues Album heraus

Musik Am 1. November erscheint neue Platte "Trugschluss"

Anikas Musik-Tipp

Miriam Spranger ist ein Multitalent aus Chemnitz und sie veröffentlicht am 1. November ihr nun schon viertes Studioalbum "Trugschluss". BLICK durfte schon vor Veröffentlichung in das Album hineinhören und stellt euch die Musik der Singer-Songwriterin vor.

Handgemachte Musik aus Chemnitz

Miriam schreibt und produziert ihre Songs selbst und singt eigentlich schon immer, seit Jahren auch auf ihrem Youtube-Kanal und dort mittlerweile sogar vor einem Weltpublikum. Dabei begleitet sie sich stets mit der Gitarre und bleibt authentisch. Das schafft die Chemnitzerin, indem sie sich in ihrer Muttersprache Deutsch ausdrückt. Ihr Label namens "Muskelkater Records" gründete sie eigens, damit sie ihre Musik selbst herausbringen kann. 

Aber auch live, wie zum Beispiel beim Parksommer Chemnitz oder auf ihren eigenen Tourneen, schafft sie es, das Publikum mit Witz und Charme in ihren Bann zu ziehen. Ihre Texte sind gut durchdacht, manchmal mit Ironie, manchmal ernsthaft. Sie spielte schon als Support vor Jennifer Rostock, stand mit Dirk Zöllner auf der Bühne und ist selbst für Annett Louisan ein bekanntes Gesicht. Sie hat ein Faible für Countrymusik, was auch Einfluss auf ihren Klang genommen hat, immerhin spielt sie auch in der Johnny Cash Tribute Band Bandana. Das Musiker-Dasein komplettiert sie noch, indem sie Gitarrenunterricht gibt. Ihre größte Leidenschaft ist es aber eigene Musik zu komponieren und das hat sie wieder getan. Ihr letztes Album "Echt" ist zwei Jahre alt, also wurde es Zeit für Neues. 

Nicht alles ist, wie es scheint

"Trugschluss" heißt das gute Stück und beschreibt den Inhalt der Platte in einem Wort optimal. Miriam hat ihre Augen geöffnet und hinter die Fassaden der Menschen geschaut, denn nicht alles ist, wie es scheint. Manchmal kann das positiv, manchmal aber auch negativ, aber in jedem Fall trügerisch sein. Das Album entführt in eine melancholische Welt. Größtenteils verstaut Miriam ihre Ideen und Gedanken in ihren Texten und das Gefühl kommt auf, dass sie erwachsener geworden ist. Vor allem ist das Album aber eins: greifbar. Ich kann mich sehr gut in einzelnen Themen wiederfinden und die Musik klingt nackt, nicht mit irgendwelchem Brimborium verkleidet, sondern ernst und wahrhaft. 

Für den Hörer greifbar

In "Viel zu Viel" besingt die Chemnitzerin eine traurige Trennung: "Ich hab entschieden und dich nicht gewählt", wobei es beim nächsten Track "Tiefenentspannt" schon wieder aufwärts geht. Eine Beziehung war zwar zu Ende, aber vielleicht lohnt sich eine 2. Chance doch, nur diesmal ohne Drama?  Aber es geht keineswegs nur um Liebe. Es geht um Menschen. Menschen, denen Miriam begegnet; Menschen, die Miriam Freunde nennt und Menschen, die sie überhaupt nicht kennt. Teilweise zeigt sie sich gesellschaftskritisch, teilweise weiser, als das Alter der Sängerin vermuten lässt. Auf jeden Fall aber schwingt eine Menge Hoffnung in dieser Platte mit. Hoffnung, die ich als Hörerin sehr gern aufnehme. Die erste Single "Wie du" handelte davon, nach positiven Eigenschaften einer anderen Person, einem Vorbild zu streben. Eines der Highlights des Albums ist der Song "Päckchen". Eine emotionale Ballade, wo nicht die Gitarre, sondern das Klavier prägnant ist. 

Alles in allem ist das Album vor allem etwas für Fans der melancholischen Liedermacher-Musik. Ihrem Motto bleibt Miriam dabei treu: "Zwischen den Zeilen liest es sich immer noch am besten!" Handgemacht hat die Musikerin gezeigt, was in ihr steckt und wenn man auf ihrer Internetseite die Tourdaten liest, weiß man, bei der Frau läuft's. Zu Recht.

Gewinnspiel

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