"Mit dem Herzen Applause spüren": Musik-Stars und ihre Corona-Hauskonzerte

Zusammenrücken trotz Corona-Krise: Nachdem Großveranstaltungen in Deutschland bis zum 31. August verboten sind und Festivals wie "Rock am Ring", "Southside" oder das "Wacken Open Air" ins Wasser fallen, finden Musiker aus der ganzen Welt neue Wege, ihre Musik zu den Menschen zu bringen.

Zusammenrücken trotz Corona-Krise: Nachdem Großveranstaltungen in Deutschland bis zum 31. August verboten sind und Festivals wie "Rock am Ring", "Southside" oder das "Wacken Open Air" ins Wasser fallen, finden Musiker aus der ganzen Welt neue Wege, ihre Musik zu den Menschen zu bringen.

Seit mehreren Wochen befinden sich Menschen nicht nur hierzulande weitgehend in häuslicher Isolation. Museen, Discos, Theater, Kinos - fast alles bleibt überall auf der Welt vorerst geschlossen. Musikfestivals wie "Rock am Ring", "Rock im Park", "Southside" oder das "Wacken Open Air" dürfen bis einschließlich 31. August nicht stattfinden, um die Ansteckungsgefahr so weit wie möglich einzudämmen. In diesen schweren Zeiten ist es besonders wichtig, zusammenzuhalten, positiv zu bleiben und sich gegenseitig aufzuheitern. Und kreativ zu bleiben. Genau aus diesem Grund haben sich zahlreiche Musiker weltweit besondere Aktionen überlegt: Sie veranstalten Wohnzimmerkonzerte, die sie über Instagram in die Welt hinaus streamen, geben Gitarrentutorials zu ihren bekanntesten Songs auf YouTube oder veröffentlichen neue Corona-Durchhalte-Hymnen. Wer, wie, wo, wann, was? - Wir geben einen aktuellen Überblick.

Country-Star Keith Urban

Unter dem Titel "Urban Underground" hat der Country-Star Keith Urban in den vergangenen Wochen zwei Live-Konzerte gegeben: Das erste fand in einer Lagerhalle in Nashville statt, das zweite in seinem Studio. Bei beiden spielte der 53-Jährige eine Auswahl seiner größten Hits. Seine Frau, die Schauspielerin Nicole Kidman, ist im zweiten Video ebenfalls kurz zu sehen.

John Legend

Der Musiker John Legend bietet derzeit regelmäßig kleine Einblicke in seinen Familienalltag zu Hause. Nach einer Livesession mit Ehefrau Chrissy Teigen vor vier Wochen hat er sogar ein neues Musikvideo zu Hause produziert: "Last Time I Say Sorry" heißt der Song, den er gemeinsam mit dem US-amerikanischen Sänger Kane Brown veröffentlichte. Das dazugehörige Video zeigt die beiden Musiker in schwarz-weiß in ihren eigenen vier Wänden. Auf Instagram schreibt Legend dazu: "#StayAtHome hält uns nicht davon ab, ein Musikvideo zu drehen. Es heißt nur, dass wir unsere eigenen Kameramänner sein müssen." Die Premiere des Videos fand am Sonntag, 5. April, in der TV-Show "ACM Presents: Our Country" statt.

Neil Young

Rocker Neil Young hindert die Absage seiner Tour nicht daran, für seine Fans Musik zu machen - nun eben von zu Hause aus. Unter dem Titel "The Fireside Sessions" hat der 74-Jährige in den vergangenen Wochen drei Livestreams veröffentlicht. Die halbstündigen Videos wurden von seiner Ehefrau Daryl Hannah im gemeinsamen Haus und Garten in Telluride im US-Bundesstaat Colorado mit dem Tablet aufgenommen und können unter neilyoungarchives.com/movie-night abgerufen werden.

Pink

Wie viele Familien bleibt auch die US-amerikanische Sängerin Pink mit ihren Kindern Willow Sage (acht Jahre alt) und Jameson Moon (drei Jahre alt) derzeit zu Hause. Wie sie es schafft, den Tag dennoch zu strukturieren, zeigt die 40-Jährige auf Instagram: Anhand diverser Fotos sowie kurzen Videos dokumentiert Pink ihren Alltag zu Hause, vom gemeinsamen Backen, über sportliche Ertüchtigung bis hin zu einigen Buch-Tipps. Immer wieder setzt sie sich auch für kurze Stücke ans Klavier oder singt gemeinsam mit ihren Kindern. Zuletzt interpretierte sie unter dem Motto "Piano Unterricht Teil zwei" ihren Song "The Great Escape", den sie gemeinsam mit dem US-Musiker Dan Wilson für ihr Album "The Truth About Love" (2012) komponiert hatte.

Curt Smith

Der britische Sänger Curt Smith nutzt die Zeit zu Hause ebenfalls, um mit seiner Familie zu musizieren: Gemeinsam mit seiner Tochter Diva (21 Jahre alt) spielte er den Hit "Mad World" seiner Band Tears for Fears aus dem Jahr 1983 auf der Gitarre und sang dazu. Zu dem Video schrieb der stolze Vater: "Ein Quarantäne-Hallo von Diva & ihrem Vater - PS zögert nicht, die oben erwähnte @divabella auf Insta zu verfolgen, sie macht andere Sachen." Mittlerweile wurde das entsprechende Video über 56.000-mal auf Facebook geliked.

Gianna Nannini

Die italienische Sängerin Gianna Nannini will ihrem Heimatland, das besonders von der Krise betroffen ist, mit Musik beistehen. Auf ihrem Instagram-Account postete die 65-Jährige ein kurzes Video: Darin singt Nannini einen Ausschnitt aus ihrem Hit "Notti senza cuore", während sie sich selbst am Klavier begleitet.

Andrea Bocelli

Unter dem Motto "Musik für die Hoffnung" hat Andrea Bocelli am Ostermontag ein Konzert im menschenleeren Mailänder Dom gegeben. Fünf Songs hat der italienische Startenor in seinem 25-minütigen Konzert gesungen: "Panis Angelicus", "Ave Maria", "Sancta Maria", "Domine Deus" und "Amazing Graze". Auf YouTube wurde das Video mittlerweile über 36 Millionen-mal aufgerufen und fast 24.000-mal kommentiert.

Michael Bublé

Michael Bublé unterhält derzeit mit wochentäglichen Livestreams auf Facebook. Gemeinsam mit seiner Ehefrau, der argentischen Schauspielerin Luisana Lopilato, widmet er sich dabei täglich einem anderen Thema: Montags teilt das Paar Kochrezepte, dienstags können Fans dem 44-Jährigen beim Fitness begleiten, mittwochs plaudern sie über Entertainment-Themen wie Serien, Podcasts oder Filme, donnerstags über Spiele. Am Freitag folgt schließlich eine Zusammenfassung der Woche. Außerdem beantworten Blublé und Lopilato an diesem Tag Fragen, die ihnen ihre Fans über die Kommentarfunktion stellen.

Ben Gibbard

Ben Gibbard, Frontman der US-amerikanischen Indie-Rock-Band Death Cab for Cutie, streamt derzeit ebenfalls live Songs. Die Videos erscheinen unter dem Titel "Live From Home" auf den Facebook- und YouTube-Accounts seiner Band. Zahlreiche circa einstündige Clips sind auf diese Weise bisher schon entstanden. Im Rahmen der Aktion will die Band auch Spenden für Hilfsorganisationen eintreiben. Diese wechseln sich Folge für Folge ab.

Max Giesinger

Auch Max Giesinger möchte nicht auf Live-Musik verzichten. In den vergangenen Wochen hat der 31-Jährige auf Instagram zwei #wirbleibenzuhause Festivals mit Künstlern wie Rea Garvey, Michael Patrick Kelly und Nico Santos veranstaltet. In diesem Kontext hat er auch seine aktuelle Single "Nie besser als jetzt" umgedichtet: "Wir waren nie stärker als jetzt", heißt es nun im Refrain. Am Ostersonntag postete Giesinger das Musikvideo, welches aus mehreren Handyaufnahmen seiner Fans entstanden ist, auf YouTube. Darunter schreibt er; "Die Einnahmen, die mit dem Song aus Verkäufen und Streams generiert werden, kommen über die 'Stiftung RTL - Wir helfen Kindern e.V.' der Hilfsaktion 'Gemeinsam gegen Corona - gemeinsam für Kinder' zugute!"

Pianist Igor Levit

Mit #KulturTrotzCarona will die Klassik-Szene in der Quarantäne für Abwechslung sorgen. Am 15. April hat der Pianist Igor Levit bereits sein 35. Hauskonzert in seinem Wohnzimmer gespielt und anschließend über seinen Twitter-Account gestreamt. "Das war das 35. Hauskonzert. Morgen Abend bin ich nicht daheim, sondern sitze um18:45 auf dem roten Sofa bei @ndr DAS!Musik werd ich da auch machen. Freue mich sehr.Und auf Euch alle eh.Und ich danke Euch von Herzen. Für Eure Zeit, Energie, Worte, Euer Zuhören, Dabeisein..alles", schrieb der 33-Jährige dazu.

Sarah Lesch

Ein weiteres Wohnzimmerkonzert hat die deutsche Liedermacherin Sarah Lesch gegeben: Eine Stunde und 43 Minuten dauerte der Gig, der gegen eine freiwillige Spende auf ihrer Website aufgerufen werden kann. "Das war aber mal ein wahnsinnig aufregender Konzertabend. Ohne Publikum? Von wegen! Ich hatte noch nie so viel Publikum!!! Und das Schöne ist, dass man nicht nur mit den Augen sehen und nicht nur mit den Ohren hören kann. Wenn man ganz viel übt, kann man auch mit dem Herzen Applause spüren", schrieb die 34- Jährige hinterher auf Facebook. Durch das positive Feedback überlege sie derzeit sogar, das Format zu wiederholen.

"Covid Concerts" - Konzerte für einen guten Zweck

Am Sonntag, 22. März, haben Jini Meyer und ihr Gitarrist Henrik Oberbossel, genannt Henne, ihr erstes Akustikkonzert im Rahmen von "Covid Concerts" live auf YouTube gegeben. Vier Wochen später geben die ehemaligen Mitglieder der Band "Luxuslärm" (bis 2016) nun eine Zugabe: Am Sonntag, 19. April, werden die Musiker erneut für eine Stunde live streamen. Mit "Covid Concerts" möchten die Veranstalter aus der derzeitigen Situation einen positiven Nutzen ziehen. Auf ihren neu eingerichteten Social-Media-Kanälen kündigen die Verantwortlichen eine Konzertreihe mit verschiedenen Musikern an, deren Organisation sich allerdings schwierig zu gestalten scheint. Während und nach den einzelnen Streams können User einen Beitrag an eine vom jeweiligen Künstler ausgewählte Hilfsorganisation via PayPal spenden.

Alle Farben

Auch der deutsche DJ Alle Farben hat seine Fans mit Partymusik beglückt. In seinem vergleichsweise professionell mit Beamer und Mischpult ausgestattetem Wohnzimmer gab der 34-Jährige bislang fünf Livestreams. Darüber hinaus hat der DJ zusammen mit anderen Künstlern am digitalen Festival #stream4water des Vereins Viva con Agua mitgewirkt. In rund 36 Stunden konnten auf diese Weise Spenden in Höhe von über 50.000 Euro eingetrieben werden. Von dem Geld sollen nun Wasserfilter in Uganda bereitgestellt werden.

Schürzenjäger

Stefan Wilhelm, Sänger der österreichischen Musikgruppe Schürzenjäger, hat die derzeitige Situation in Österreich und der Welt kreativ verarbeitet: Auf YouTube lud der 28-Jährige seinen neu geschriebenen Song "Auf Amol" (zu Deutsch: "Auf einmal") hoch, der sich mit den derzeitigen Ausgangsbeschränkungen und den damit verbundenen Ängsten beschäftigt: "Auf Amol is alles anders, auf amol is alles still. Auf amol kann kaoner mehr tuan, tuan was er will", heißt es darin.

Neil Diamond

"Sweet Caroline" ist nicht nur für Wiesn-Besucher der Party-Soundtrack schlechthin. Neil Diamond hat seinen 1969 erschienenen Hit kurzerhand umgedichtet: Statt "Hands, touching hands, reaching out, touching me, touching you" (zu Deutsch: "Hände, berührende Hände, strecken sich aus, berühren mich, berühren dich" ) heißt es nun "Hands, washing hands, reaching out. Don't touch me! I won't touch you" (also: "Hände waschen Hände, strecken sich aus. Fass mich nicht an! Ich werde dich nicht anfassen").

Die Ärzte

"Ein Lied für Jetzt" haben Die Ärzte Ende März abgeliefert. Auf ihrem YouTube-Kanal veröffentlichte "die beste Band der Welt", bestehend aus Farin Urlaub, Bela B. und Rod, ein knapp fünfminütiges Video. Darin zu sehen: Die drei Musiker, wie sie, isoliert in ihren eigenen vier Wänden, vor der Webcam sitzen und gemeinsam über die Corona-Krise und die damit verbundene Langeweile reimen: "Ich sitze zu Hause und langweile mich. Klopapier und Nudeln sammle ich nicht. Die Kanzlerin, die sagt: 'Bela, bitte bleib zu Haus'!' Es gibt doch jeden Tag jetzt die Sendung mit der Maus".

Das Lumpenpack

Nicht minder augenzwinkernd hat sich auch Das Lumpenpack mit der Coronakrise in Deutschland beschäftigt: "Leute, ihr könnt aufhören, all das Klopapier zu kaufen. So viele Nudeln kann niemand hamstern, um das alles zu verbrauchen", singt das deutsche Rock/Pop-Duo in seinem Video. Auch wenn oder gerade weil der knapp dreiminütige Song phasenweise tief in den schwarzen Humor abrutscht, verbreiten Max Kennel und Jonas Meyer mit ihrem "Coronalied" zumindest kurzzeitig gute Laune.

Flynn Kliemann

Da Flynn Kliemann den Dreh seines neuen Musikvideos "Schmeiß mein Leben auf den Müll" nicht wie geplant umsetzen konnte, rief der 29-jährige Sänger kurzentschlossen seine Fans zur Mithilfe auf: Auf der Website seines Labels Two Finger Records wurden einzelne Frames veröffentlicht, die die Fans downloaden und nachstellen konnten. Aus allen eingesendeten Schnipseln kreierte der Künstler ein Musikvideo, das mittlerweile auf YouTube zu sehen ist.

Herbert Grönemeyer

Für die "Helden dieser Zeiten" hat Herbert Grönemeyer ein kurzes Lied geschrieben, welches er auf seinem Instagramaccount veröffentlichte: "Sing ein Lied für sie. Isoliere Dich für sie. Sie arzten, pflegen, transportieren, kassieren. Bewachen, forschen, schützen, ziehen. Sorgen für das Morgen. Sorgen für das Lebenskoffein", heißt es darin.

Revolverheld

Gleich zwei Quarantäne-Ideen verfolgt die deutsche Pop-Rock-Band Revolverheld: In den "Revolverheld Zuhause Sessions" veröffentlicht die Band wöchentlich (immer freitags um 18 Uhr) eine neu arrangierte Version ihrer bekanntesten Hits, wobei jedes Bandmitglied seinen Part in der eigenen Wohnung eingespielt hat. Bislang sind mit "Liebe auf Distanz" (2018) und "Spinner" (2010) zwei Songs entstanden. Darüber hinaus bietet die Band derzeit "Quatsch mit Revolverheld" in regelmäßigen Instagram Live-Storys. Auf ihren persönlichen Instagramaccounts versorgen die fünf sympathischen Hamburger ihre Fans dabei mit allerlei lustigen Ideen und selbstironischen Videos, wie einer herrlich schräg gesungenen TikTok-Version von "Ich lass für dich das Licht an" (2013).

Mickie Krause

Auch der Ballermann-Star Mickie Krause unterhält seine Fans derzeit mit Wohnzimmer-Konzerten, die er auf Facebook und Instagram postet. "Als ich das zum ersten Mal spaßeshalber ausprobierte, wurde es direkt 250.000-mal geliked", sagte der 49-Jährige im Interview mit der Agentur teleschau. "Mein Job besteht jetzt darin, den Leuten ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Ich spiele Songs, beantworte Fragen und erzähle zwischendurch Witze von Fips Asmussen oder Markus Krebs - und schon ist die halbe Stunde um." Der Vortrag ohne Publikum sei zwar beim ersten Mal etwas komisch gewesen, inzwischen habe er sich aber daran gewöhnt. Trotz allem sehne er sich sehr nach seinen Fans.

Moment Musical

"Moment Musical" heißt eine Kammermusik-Reihe der Deutschen Grammophon in Kooperation mit medici.tv und Mezzo. Am Freitag, 10. April, und am Ostermontag, 13. April, fanden die ersten Konzerte der Reihe mit Daniel Barenboim und Kammermusik-Partnern im Berliner Pierre Boulez Saal. Beide Videos können auf YouTube aufgerufen werden. Weitere Livestreams sind für Freitag, 17. April, um 19 Uhr, Sonntag, 19. April, um 16 Uhr, sowie Freitag, 24. April, um 19 Uhr, geplant.

Fury in the Slaughterhouse und Freunde

Die Hannoveraner Rockband Fury in the Slaughterhouse hat gemeinsam mit dem Radiosender WDR4 ihren Song "Time To wonder" aus dem Jahr 1988 neu aufgenommen. In dem sechsminütigen Video wirken zahlreiche nationale Musiker wie Jennifer Haben, Frontfrau der Metalband Beyond the Black, Popsänger Purple Schulz oder Schlagersänger Guido Horn sowie das WDR Rundfunkorchester mit. Zwischendurch übermitteln Stars wie der Schauspieler Jan Josef Liefers, Komikerin Mirja Boes oder BAP-Sänger Wolfgang Niedecken mutmachende Botschaften an ihre Fans.

Dubioza Kolektiv

Als Ersatz für ihre ausgefallene Tournee lädt die Balkan-Ska-Band Dubioza Kolektiv montags zu Wohnzimmerkonzerten auf ihrem YouTube-Kanal ein. In den rund 20-minütigen "Quarantäne Shows" schalten sich die sieben Bandmitglieder aus fünf verschiedenen Städten in drei verschiedenen Ländern zu, um gemeinsam zu musizieren. Bislang sind vier dieser Videos entstanden, die auf YouTube aufgerufen werden können.

One World: Together at home

Unter dem Motto "One World: Together at Home" veranstalten Global Citizen und die Weltgesundheitsorganisation WHO am Sonntag, 19. April, ein live Streamingevent. Ab 21.50 Uhr überträgt E! Entertainment das Konzert in Zusammenarbeit mit Lady Gaga. Durch die Veranstaltung, bei der Künstler wie Billie Eilish, Paul McCartney, Lang Lang und John Legend auftreten, sollen das Bewusstsein für die Pandemie geschärft sowie Spenden für die globale Bekämpfung des Coronavirus gesammelt werden. Die zweistündige Show wird von den US-Moderatoren Jimmy Fallon, Jimmy Kimmel und Stephen Colbert moderiert. MagentaMusik 360 überträgt die Veranstaltung kostenlos in Deutschland unter https://www.magenta-musik-360.de/one-world-together-at-home-2020.

Bruce Springsteen

Auch der US-Rocker Bruce Springsteen möchte demnächst ein Benefizkonzert zugunsten seiner Heimat, dem US-Bundesstaat New Jersey, veranstalten. Unter dem Titel "Jersey For Jersey" soll am Mittwoch, 22. April, ein einmaliges und eintägiges Musikevent stattfinden, bei dem Spenden zur Bekämpfung von COVID-19 gesammelt werden sollen. Zahlreiche ebenfalls aus New Jersey stammende Künstler haben bereits zugesagt, darunter Jon Bon Jovi, Danny DeVito und Whoopi Goldberg. Die Spendenaktion soll auf AppleTV, SiriusXM und auf lokalen ABC-und Radiosendern gesendet werden und kommt dem "New Jersey Pandemic Relief Fund" zugute.

The Knack

Seit einigen Wochen posten Fans der ehemaligen US-Rockband The Knack zahlreiche Parodien auf deren Hit "My Sharona" unter dem Titel "My Corona". Inzwischen haben auch die Urheber davon mitbekommen und darauf reagiert: "Bye Corona" heißt der Titel eines gut dreiminütigen Clips, den die Bandmitglieder auf YouTube veröffentlicht haben. "Einige Leute haben uns gefragt, wann wir unseren eigenen 'Oh Sharona'-Corona-Parodie-Song aufnehmen, da es scheinbar noch nicht genug davon gibt. Leider lebt unser Sänger nicht mehr und glaubt mir: Ihr wollt mich nicht krächzen hören", erklärt Berton Averre, der ehemalige Leadgitarrist, mit einem Augenzwinkern darin. Stattdessen habe er sich dazu entschieden, zu zeigen, wie der berühmte Song auf der Gitarre gespielt wird. Am Ende des Tutorials singt er dann doch noch gemeinsam mit dem Bassisten Prescott Niles eine Zeile: "Bye Corona!"

Jimmy Fallon, Sting und The Roots

Gemeinsam mit dem britischen Musiker Sting sowie der US-amerikanischen Hip-Hop-Band The Roots hat der US-amerikanischen Komiker Jimmy Fallon den Song "Don't Stand So Close To Me" von Police neu aufgenommen. Bewaffnet mit Alltagsgegenständen wie einer Schere oder einem Kissen musizieren die zwölf Künstler via Livestream aus ihren Wohnungen heraus zusammen.

Online-Klassikplattform fidelio

Unter dem Motto "Wir spielen für Österreich" präsentiert der Sender ORF gemeinsam mit der Wiener Staatsoper, der Volksoper Wien und den Vereinigten Bühnen Wien ab Sonntag, 19. April, drei Live-Konzerte auf der Online-Klassikplattform "fidelio" (www.myfidelio.at). Die Reihe beginnt mit einem Abend der Wiener Staatsoper (am Sonntag, 19. April, ab 20.15 Uhr), bei dem Opernstars wie Anna Netrebko, Yusif Eyvazov und Juan Diego Flórez auftreten. Außerdem haben Stars wie Jonas Kaufmann Video-Zuspielungen angekündigt. Am Sonntag, 26. April, präsentiert dann ebenfalls um 20.15 Uhr die Volksoper Wien einen Abend aus mehreren Operetten-Stücken. Den Abschluss bildet am Sonntag, 3. Mai, schließlich ein Konzert mit Musicalstars der Vereinigten Bühnen Wien.