"Rock im Park": Schädlingsbekämpfer im Einsatz

Wer jemals bei Regenwetter im Schlamm von Wacken getanzt hat, mag darüber womöglich lächeln: Rund um das Nürnberger Groß-Event "Rock im Park" machen gerade Meldungen über einen Schädling die Runde. Sind die Raupen etwa gefährlich?

Das Wetter soll traumhaft werden, das Line-Up ist fantastisch: Am Freitag, 7. Juni, startet "Rock im Park" in Nürnberg, und alles scheint für eine gigantische Rockparty gerichtet. Doch am Mittwoch machten Meldungen die Runde, die die Festivalbesucher in ihrer Euphorie zumindest irritieren könnten: Ein Schädling störe die "Rock im Park"-Vorbereitungen, hieß es. Die Nürnberger SÖR (Servicebetrieb Öffentlicher Raum) teilte auf der Homepage der Franken-Metropole ausführlich mit, worum es geht. Der berüchtigte Eichenprozessionsspinner habe sich nach dem heißen Wetter der letzten Tage übermäßig stark ausgebreitet - "sodass wir jetzt innerhalb kürzester Zeit einen Befall an rund 50 Bäumen an der Großen Straße und entlang der Münchener Straße zu verzeichnen haben. Insgesamt gibt es im Volkspark Dutzendteich rund 100 befallene Bäume, dazu kommen Einzelfälle im gesamten Stadtgebiet."

Aktuell seien Spezialisten in 15 Einsatzgruppen mithilfe einer Fachfirma nebst Flammenwerfern damit beschäftigt, die Nester zu entfernen. Und zurzeiht sehe "es so aus, dass die befallenen Bäume bis zum Beginn von Rock im Park von den Nestern des Eichenprozessionsspinners befreit werden können. Es ist aber nicht auszuschließen, dass auch danach noch Nester aufgefunden werden." Zu erkennen sei der Befall an den langen "Prozessionen" mit Hunderten von Tieren und am weißen Gespann, wie bei einem Spinnennetz. Meist um Äste oder Astgabeln gewickelt legt der Eichenprozessionsspinner seine Raupen ab. Deren feine Haare besitzen ein Eiweißgift. Dieses könne laut SÖR "beim Menschen zu allergischen Reaktionen wie Hautreizungen, selten Reizerscheinungen an Bindehaut und in sehr seltenen Fällen zu Reizungen der Atemwege bis zu Asthmaanfällen führen. Dabei muss man mit der Raupe selbst gar nicht in Kontakt kommen, da die Haare leicht abbrechen und bei günstiger Witterung über weitere Strecken verteilt werden."

"Wir setzten alles daran, die Nester vor dem Beginn von Rock im Park zu beseitigen, um den Besuchern ein möglichst störungsfreies Festival zu ermöglichen", lassen die SÖR-Verantwortlichen wissen. Sicherheitshalber werden die Zuständigkeiten aber schon mal geklärt: "Ab Festival-Beginn ist der Veranstalter für das Rock-im-Park-Gelände zuständig und damit auch für die Beseitigung der Eichenprozessionsspinner." Weitere Infos: www.nuernberg.de/internet/soer_nbg/eichenprozessionsspinner.html; https://www.rock-im-park.com/; https://www.nuernberg.de/internet/gesundheitsamt/eichenspinner.html.