"Abgeschöpft"- Kritik an den sozialen Netzwerken

Angemerkt Nutzer sollten sich der Gefahr bewusst sein - ein Kommentar von Wieland Josch

Foto: rodrigobark/Getty Images

Man muss gar nicht allzu lange warten, da kommt schon wieder ein Internet-Skandal daher. Diesmal betrifft er das größte "soziale" Netzwerk, von dem zig Millionen Kundendaten durch ein anderes Unternehmen abgeschöpft wurden, um dann manipulierend eingesetzt zu werden. Mit großen Kulleraugen, welche suggerieren sollen, dass man sowas nie für möglich gehalten hätte, entschuldigt sich der Konzernchef.

Er wird das nicht zum letzten Mal tun müssen, steht zu befürchten. Hätten die Nutzer damit rechnen sollen, dass so etwas passiert, ihre Daten eben nicht geheim bleiben? Eigentlich schon. Wer sich und sein Leben ins Internet stellt, sollte immer gewahr sein, dass es jemanden gibt, den das interessiert, und der muss nicht immer ein Freund sein. Erste Menschen befreien sich allmählich aus der Umklammerung permanenter Kommunikation.

Und siehe da: Es geht ihnen besser. Das Rezept: nicht nach dem Verlassen des einen Netzwerkes in das nächste zu gehen, sondern diesen zeitraubenden Unsinn vollständig zu lassen.