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Beim Finale bestes Saisonergebnis eingefahren

MOTORSPORT Sophie Hofmann rast auf dem Norisring auf Platz sechs

Nürnberg. 

Nürnberg. Mit dem 78. Int. ADAC Norisring Speedweekend in Nürnberg beendete die neue DTM ihre erste Saison als GT-Serie. Im Rahmenprogramm war auch wieder die Nachwuchsserie DTM Trophy mit von der Partie und somit auch Sophie Hofmann. Am Samstag wurde die Waldenburgerin gute Zwölfte und durfte sich zudem auf Grund zweier vor ihr platzierter Gaststarter über einen weiteren Meisterschaftszähler freuen. Am Sonntag setzte sie mit ihrem Audi R8 LMS GT4 vom Team Heide-Motorsport aus Witten noch einen drauf und fuhr vom sehr guten siebenten Startplatz auf Rang sechs. Damit feierte sie beim letzten Rennen der Saison ihr bestes Rennergebnis der Saison, welche sie auf dem 17. Platz abschloss

 

Erste DTM-Saison mit GT3-Autos

Bis einschließlich 2020 wurde in der DTM (Deutsche Tourenwagen Masters) mit echten Tourenwagen gefahren. Allerdings hatten die selbsternannten deutschen Premium-Hersteller Audi, BMW und Mercedes die Einsatzkosten der sogenannten Class-One-Autos wie auch jene für das ganze pompöse Drumherum, wie teilweise zweistöckige VIP-Schlemmer-Tempel, dermaßen in die Höhe getrieben, dass sie selbst von ihrer eigenen Exzess-Party davon liefen.

In diesem Jahr setzt man bei den aktuellen DTM-Verantwortlichen, allen voran der österreichische Ex-Formel-1-Fahrer Gerhard Berger, ebenfalls auf die günstigeren GT3-Autos sowie Rennteams mit ehrlicher Motorsport-DNA. Die Hersteller verbuchen ihr Engagement als Kundensportprogramme. Damit steht man allerdings in starker Konkurrenz zum ADAC GT Masters, welches zum Beispiel in der Vorwoche wieder auf dem Sachsenring zu Gange war.

So manches Team, wie zum Beispiel das Radebeuler Team T3 Motorsport, ist in beiden Serien aktiv und somit nun gleich wieder beim DTM-Finale der alternativen deutschen GT3-Serie auf dem 2,3 Kilometer kurzen Stadtkurs inmitten von Nürnberg. Ob es mit zwei sehr ähnlichen von Deutschland aus initiierten Rennserien lange gut geht, bleibt abzuwarten.

 

Hubschrauberfliegen im Wohnzimmer

Der legendäre Norisring besteht lediglich aus der Dutzendteich- und der Grundig-Kehre, die mit zwei langen Geraden verbunden sind, von denen eine lediglich von einer S-Kurve (Schöller-S) unterbrochen ist. Vier Kurven also pro Runde - klingt einfach, ist jedoch "dank" der umgebenden Leitplanken und Betonmauern und des extrem welligen Fahrbahnbelags der sonst öffentlichen Straßen für die Aktiven und Aktivinnen der Kurs mit einer der größten Herausforderungen des Jahres. Nirgendwo sonst ist punktgenaues Fahren am Limit so wichtig wie auf dem Nürnberger Stadtkurs, der auch gern mal als "Klein-Monaco" bezeichnet wird.

 

Titel-Thriller mit Beigeschmack

Die besten Chancen auf den Titel hatte nach den vorangegangenen Rennen der erst 19-jährige Liam Lawson vom Team AlphaTauri AF Corse mit seinem Ferrari 488 GT3 Evo. Am Ende blieb dem Neuseeländer jedoch nur Silber. Das erste Rennen am Samstag hatte der Uffenheimer Maximilian Götz vom Mercedes-AMG Team HRT in einem Mercedes-AMG GT3 EVO vor seinem Markenkollegen Arjun Maini aus Indien und Liam Lawson gewonnen. Damit war der Titel für Liam Lawson immer noch zum Greifen nah.

Nicht so nach der ersten Kurve des Rennens am Sonntag, in der er und sein Stallgefährte sowie Landsmann Nick Cassidy ausgerechnet vom Titelaspirant Nummer zwei, dem Südafrikaner Kelvin van der Linde mittels seines Audi R8 LMS GT3 vom Team Abt Sportsline, in der Grundig-Kehr ins vorläufige Aus torpediert wurde. Mit waidwundem Ferrari schleppte sich Liam Lawson zwar ins Ziel, wo er aber mit mehreren Runden Rückstand nicht gewertet wurde.

Nachdem die lange Zeit führenden Lucas Auer aus Österreich und Maximilian Buhk aus Dassendorf ihren Markenkollegen Maximilian Götz loyal und bereitwillig passieren und gewinnen ließen, durfte der nur als Tabellendritter angereiste Mittelfranke bei seinem Heimatverein Motorsportclub Nürnberg (MCN) doch noch den größten Pokal für den Champion in die Höhe recken.