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Das sollte man zur Mondfinsternis des Jahrhunderts wissen

Astronomie Finsternis am Freitag dauert 103 Minuten

Am morgigen Freitag, den 27. Juli, fallen gleich zwei bedeutende astrologische Ereignisse zusammen: die totale Mondfinsternis und die sogenannte Marsopposition. Doch was bedeutet das eigentlich?

Grundlegend befinden sich bei einer totalen Mondfinsternis Sonne, Mond und Erde auf einer Linie. Der Mond tritt dann teilweise oder vollständig in den Kernschatten der Erde. Bei der totalen Mondfinsternis durchquert der Mond mit seinem vollen Durchmesser den Kernschatten der Erde.

Durch die Erdatmosphäre werden rote Anteile des Sonnenlichts in den Schatten gebrochen - so kommt der "Blutmond" zustande. Außerdem ist die "Mofi", wie sie von Astro-Experten genannt wird, nur bei Vollmond möglich. Mit 103 Minuten ist die diesjährige Mofi übrigens die längste des gesamten Jahrhunderts.

Das passiert bei einer "Mofi"

Das andere historisch bedeutende Ereignis ist die sogenannte Marsopposition. Dabei steht der Mars von der Erde aus gesehen genau der Sonne gegenüber. Durch diese Position ist der Rote Planet deutlich größer und heller zu sehen als an anderen Tagen.

Demnach können wir am Freitag nicht nur einen nahezu rot-orangen Mond, sondern auch einen hell strahlenden "Stern", den Mars, sehen. Da ist natürlich auch wichtig, von welchem Ort aus man das Himmelsspektakel betrachtet.

Freier Blick, Richtung und wolkenloser Himmel sind wichtig

Die beste Ausgangslage hat laut Meteorologen man aus dem südlichen Afrika und den Inseln im Indischen Ozean. Auch bei uns in Mitteleuropa "stehen die Sterne nicht schlecht". Allerdings hat man beispielsweise aus Wien, dem südostlichen Teil Mitteleuropas, eine noch bessere Sicht als aus Deutschland, da der Mond dort zirka 30 Minuten früher aufgeht.

Generell ist es wichtig, einen freien Blick Richtung Südosten zu haben. Und natürlich braucht man auch ein bisschen Glück mit dem Wetter; ein wolkenloser Himmel macht das Ereignis dann fast perfekt sichtbar.

Wer in Mittelgebirgslagen wohnt, sollte sich hoch gelegene Stellen am Ost- und Südrand suchen. Im Flachland kann schon das Küchenfenster den perfekten Blick bieten. Daher: einfach mal vorher Zuhause austesten, von welchem Platz man die beste Sicht haben wird.

Diejenige, die vom trauten Heim aus keinen guten Blick haben oder die Mofi mal mit richtigem Equipment betrachtet wollen, lädt das Kosmonautenzentrum Chemnitz beispielsweise zum gemeinsamen Betrachten ein. Der Eintritt ist kostenlos.

Hier haben wir eine Liste der Zeitpunkte, an denen der Mond am Freitagabend in Sachsen aufgeht:

20:45 Uhr Görlitz

20:50 Uhr Dresden

20:51 Uhr Annaberg-Buchholz und Freiberg

20:52 Uhr Mittweida

20:53 Uhr Chemnitz

20:54 Uhr Plauen und Zwickau

20:57 Uhr Leipzig

21:04 Uhr Eisenach

Der Mond wird in allen Orten Deutschlands bereits partiell verfinstert aufgehen, aber die totale Finsternis beginnt ab 21:30 Uhr. Das Spektakel ist mit dem bloßem Auge sichtbar, aber wer ein Fernglas besitzt, kann seine Sicht noch verbessern.



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