DGB: Arbeitnehmer in Sachsen unzufrieden

Berufe Gewerkschaft führt bundesweite Befragungen durch

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Foto: Shironosov/Getty Images/iStockphoto

Wie geht es eigentlich den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Sachsen? Gefällt ihnen ihre Arbeit? Welche Sorgen und Ängste plagen sie? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich der DBG-Index "Gute Arbeit".

In ganz Deutschland wurden Personen nach ihren Einschätzungen zur Arbeitsqualität befragt. Auch Sachsen war dabei - 1.200 Beschäftigte beantworteten Fragen zu dem Thema. Die Ergebnisse zeigen allerdings, dass "gute Arbeit in Sachsen leider noch keine Normalität ist", so Staatsminister Martin Dulig.

26 Prozenten leiden unter schlechter Arbeitsqualität

Die Befragten aus Sachsen bewerteten die allgemeine Arbeitsqualität schlechter als Deutschland insgesamt. 26 Prozent sagten, dass die Qualität an ihrem Arbeitsplatz "schlecht" ist. Im Vergleich dazu: In ganz Deutschland gaben nur 21 Prozent die gleiche Bewertung ab. Gründe dafür sind unangenehme Arbeitszeiten, hohe körperliche Anforderungen und Schichtarbeit.

Beschäftigte in Sachsen, die Schichtarbeit und/oder körperlich schwere Arbeit verrichten müssen, gaben zu 72 Prozent an, dass sie ihre derzeitige Tätigkeit vermutlich nicht bis zum Renteneintritt ausüben können.

Moderne Technik bietet zweifelsohne viele neue Möglichkeite, auch im Beruf. Allerding hat die Mehrheit der Arbeitnehmer das Gefühl, durch die fortschreitende Digitalisierung auch mehr Arbeit bewältigen zu müssen.

Hintergrund

Der DGB-Index "Gute Arbeit" ist eine repräsentative Befragung von Beschäftigten aller Bran-chen, die der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) einmal im Jahr durchführt. Von Januar bis Mai 2016 wurden anhand eines Fragebogens mündliche Befragungen durchgeführt.