Die Deutschen sind im Reisefieber

Tourismus Stimmungsaufwind in SachsensTourismusbranche

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Die Tourismusbranche zieht ein positives Fazit. Die Menschen geben mehr Geld für Reisen, wie nach Chemnitz, aus. Foto: Steffi Hofmann

Die Stimmung in der Tourismusbranche Südwestsachsens ist weiterhin im Aufwind. Im Gastgewerbe wird der höchste Stand seit Jahren erreicht und auch die Reiseagenturen machen einen deutlichen Sprung nach oben, wie der Geschäftsklima-Index der IHK zeigt. Vor allem die Geschäftslage wird besser bewertet als noch vor Jahresfrist.

Eine gute Bilanz für 2017

Rund 60 Prozent der beteiligten Hotels, Pensionen und Gastronomen sowie Reisebüros, Reiseveranstalter und Omnibusunternehmen verzeichnen im Sommerhalbjahr 2017 gute Geschäfte. "Wir haben seit Jahren eine stabile Binnenkonjunkturlage. Das hat Auswirkungen auf die Einkommen und ein gutes Einkommen spiegelt sich im Ausgabeverhalten wieder", erklärt Ilona Roth, IHK-Geschäftsführerin im Bereich Handel und Dienstleistungen.

Der besonders niedrige Zinsstand bringe die Menschen zudem dazu, ihr Geld nicht mehr auf der Bank anzulegen sondern anderweitig - in Form von Reisen zum Beispiel. "Die Leute wollen sich etwas Gutes tun. Das wirkt sich positiv auf die Tourismusbranche aus", so Ilona Roth.

Die Geschäftsprognosen für die begonnene Wintersaison stimmen ebenfalls zuversichtlich. Aktuell sei besonders die Gastronomie recht optimistisch. Fast ein Viertel der beteiligten Gastronomen erwarte demnach eine günstigere Geschäftsentwicklung.

Trotz allem problematisch ...

Allerdings erhalte die Hochstimmung durch den Personal- und Fachkräftemangel Gegenwind: Befragte Unternehmen verweisen auf die speziellen Anforderungen der personalintensiven Branche, wie Wochenend- und Feiertagsarbeit.

Negative Auswirkungen auf die Branche haben nach wie vor hohe Bürokratiebelastungen. Der Fachkräftemangel gestalte sich zunehmend als Wachstumsbremse. Nach der Umfrage könne derzeit etwa die Hälfte der Beteiligten aus Gastgewerbe und Reisebranche offene Stellen längerfristig, das heißt mehr als zwei Monate, nicht besetzen.