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Ernte: "Lage ist schwierig bis dramatisch"

Landwirtschaft Landwirtschaftsminister und Landesbauernpräsident beraten über Situation

"Nach unseren bisherigen Erkenntnissen ist die Lage für die landwirtschaftlichen Betriebe in großen Teilen Sachsens schwierig bis dramatisch. Dennoch müssen wir die Erfassung der Ernte abwarten, um die Ausfälle seriös beziffern zu können", sagte am Donnerstag Staatsminister Thomas Schmidt nach einem Treffen mit Wolfgang Vogel, Präsident des Sächsischen Landesbauernverbandes. "Wir werden schnellstmöglich der Aufforderung des Bundeslandwirtschaftsministeriums folgen und die sächsischen Zahlen melden." Hintergrund: Die anhaltende Trockenheit in diesem Sommer hat enorme Auswirkungen auf die Landwirtschaft und ihre Ernteerträge.

"Außergewöhnliches Naturereignis"

Als Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes e. V. (DBV) wies Wolfgang Vogel auf die weitergehende Betroffenheit in weiten Teilen Nord-, Mittel- und Ostdeutschlands hin: "Die diesjährige Dürre ist ein außergewöhnliches Naturereignis, bei dem es national um einen anteiligen Schadensausgleich für die weit über die normalen Ertragsschwankungen hinausgehenden Verluste geht.

Deshalb muss die Bundesregierung umgehend ein Programm auflegen, bei dem die drohende Futternot Tiere haltender Betriebe besondere Berücksichtigung findet." Neben der notwendigen Unterstützung von staatlicher Seite appellierte Vogel auch an die Solidarität der Landwirte. "Gerade in solchen teils dramatischen Situationen ist die Hilfe untereinander wichtig. Unsere digitale Futtermittelbörse kann zum Beispiel einen Beitrag zur Sicherstellung der Futterversorgung für sächsische Nutztiere leisten."



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