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Erster IDM-Titel 2022 ist vergeben

MOTORSPORT Zwei Westsachsen sind nach wie vor weitere Titelkandidaten

Assen / NED. 

Assen / NED. Der fünfte von sieben Saisonläufen der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) ist Geschichte, wobei der erste Titel 2022 vergeben wurde. Im niederländischen Assen gewann der Bayer beide Rennen der Top-Klasse IDM Superbike und sicherte sich so nach 2013, 2015 und 2017 vorzeitig seinen vierten IDM-Superbike-Titel. Dass er dies auch heute mit unbändigem Siegeswillen tat, ist umso erstaunlicher, weil er dazu den WM-Piloten Loris Baz zwei Mal besiegte, anstatt hinter dem als Gaststarter nicht punktberechtigten Franzosen und BMW-Markenkollegen auf Ankommen zu fahren.

In den gleichen Rennen hätte der Hohenstein-Ernstthaler Rookie Paul Fröde beinahe in beiden Rennen Top-10-Plätze belegt. Im ersten lag er bis eingangs der letzten Runde auf Platz acht, doch im finalen Umlauf rutschte er, wie schon wenige Stunden zuvor im Warm-up-Training, übers Vorderrad weg und schied aus. Im zweiten Lauf machte er es besser und durfte sich am Ende über Platz neun bzw. die Meisterschaftspunkte für Platz acht freuen.

Max Enderlein und Marvin Siebdrath zumindest weiter auf Titelkurs

In der IDM Supersport kam Max Enderlein, ebenfalls aus Hohenstein-Ernstthal, als klarer Tabellenführer nach Assen. Allerdings Infekt-geschwächt, sodass er heute mit den Plätzen sieben und acht vorliebnehmen musste, in der Tabelle aber weiterhin mit deutlichem Vorsprung (66 Punkte bei noch 100 zu vergebenden) führt. Der Red-Bull-MotoGP-Rookies-Cup-Pilot Freddie Heinrich absolvierte in der gleichen Klasse einen Gaststart. Nach Platz 19 im ersten Rennen steigerte sich der Lunzenauer im zweiten auf den 15. Rang. In der kleinen Supersport-Klasse, der IDM Supersport 300, hatte Marvin Siebdrath aus Wildenfels im ersten Assen-Rennen am gestrigen Samstag, trotz für seine Verhältnisse mäßigem Ergebnis, die Meisterschaftsführung übernommen. Auch heute hatte er mit dem Kampf um die Podestplätze nicht viel zu tun, doch mit dem Mut der Verzweiflung gab er erneut alles, setzte in der letzten Schikane vorm Ziel eine weitere Attacke auf seinen Titelrivalen Leo Rammerstorfer aus Österreich, schoss allerdings geradeaus und wurde so unmittelbar hinter seinem Titelkontrahenten nur Siebenter. Damit wechselte die Tabellenführung wieder zum Alpenracer zurück. Der Schwarzenberger Toni Erhard wurde im gleichen Rennen 19.

Moritz Jenkner sorgte fürs einzige westsächsische Podest des Tages

Das erste Rennen des Sonntags war 12:00 Uhr mittags der Rahmenserie Pro Superstock Cup vorbehalten. Bei diesem verbesserte Moritz Jenkner, ebenfalls aus der Karl-May-Stadt, seinen dritten Platz vom Vortag um eine Position, womit er den zweiten Pokal ins Teamzelt stellte. Zugleich war er der einzige Westsachse, der heute einen Podestplatz erringen konnte.Im heutigen Rennen des Northern Talent Cups war Dustin Schneider aus Adorf zwar wieder dicht dran, wetzte aber in einer Achtergruppe als Fünfter über den Zielstrich.Im Samstagsrennen des Yamaha R3 bLU cRU Cup DE/NL erfüllte sich Albert Prasse aus Neukirchen/Pleiße mit seinem ersten Rennsieg überhaupt einen Traum. Heute wurde er mit Platz sieben wieder ziemlich geerdet.Zum nächsten IDM-Lauf geht es zum in Österreichs schöner Steiermark malerisch gelegenen Red Bull Ring, wo vom 2. bis 4. September gefahren wird.

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