Frauenkirche - Auch Altsteine wollen gepflegt werden

Bau Die Fassade wird entsalzt

Arbeiter bei der Entsalzung. Foto: Grit Jandura 05 (Frauenkirche)

Dresden. Erbaut in den Jahren 1726 bis 1743 vom Baumeister George Bähr, fast völlig zerstört zum Ende des 2. Weltkrieges, zu DDR Zeiten ein Mahnmal und Symbol der Friedensbewegung, wiederaufgebaut von 1992 bis 2005 und danach wiedereröffnet. Jährlich strömen zirka 2 Millionen Besucher in die Kirche und besuchen den imposanten Kuppelbau mit seiner Aussicht auf die Elbmetropole.

Seit einiger Zeit ist am hinteren Teil auch Choranbau genannt ein großes Gerüst zu sehen. Teile des Choranbaus zählten zu den größten, erhaltenen Mauerresten der ursprünglichen Kirche. Diese Steine dort sind also schon fast 300 Jahre alt und durch Witterung und Erosion in Mitleidenschaft gezogen. Jetzt finden dort Arbeiten zur Erhaltung des Altsteines statt. Ein Gerüst steht zwischen den Eingängen A und G mit einer Höhe von bis zu 26 Metern.

Aufwendige Entsalzung der Steine

Zuerst werden die historischen Steine gereinigt, danach durch ein aufwendiges technisches Verfahren der Kompressionsentsalzung bearbeitet. Eine Mischung aus Zellstoff und Tonmaterialien wird mit destilliertem Wasser zu einer Masse gemischt, diese dann aufgetragen und 2 bis 3 Wochen am Stein belassen zum Aushärten.

Mit Bürsten und Holzspateln wird diese Schicht anschließend wieder abgenommen. Je nach Belastungsgrad kann dieser Vorgang mehrere Male wiederholt werden. Bei den Arbeiten werden auch Proben für das Labor entnommen, um Veränderungen zu analysieren. Danach geht es an die Pflege der Steine, es gibt Steinergänzungs- und Verfugungsarbeiten.

Spendenmittel reichen für den Bau

Der Stiftung Frauenkirche Dresden entstehen Kosten von zirka 85.000 Euro. Diese werden aus Spendenmitteln gezahlt. Während der Baumaßnamen, bis zirka Ende Juli, bleibt die Kirche weiterhin offen und es gibt keine Einschränkungen für die Besucher.