"Gruppe Freital": Gericht spricht acht Personen schuldig

Justiz OLG Dresden fällt Urteile gegen Mitglieder der rechten Terrorgruppe

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Foto: Rklfoto/Getty Images

Dresden. Das Oberlandesgericht Dresden hat am Mittwoch, dem 7. März, nach einem Jahr Hauptverhandlung seine Urteile gegen Mitglieder der rechtsterroristischen "Gruppe Freital" verkündet. Die Anklage lautete auf Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, versuchten Mord und Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion, weiter gefährliche Körperverletzung und Sachbeschädigung im Jahr 2015.

Anschläge auf Andersdenkende

Insgesamt ergingen Urteile gegen acht Personen. Das Strafmaß lag zwischen einer Jugendstrafe von fünf Jahren und einer Freiheitsstrafe von elf Jahren. Strafmildernd wirkten sich die Geständnisse von zwei Tätern aus, außerdem dass die Vereinigung nur über eine kurze Zeit im Spätsommer bis Herbst 2015 agierte und die Anschlagsopfer keine schwerliegenden Verletzungen davon getragen haben.

Opfer wurden ein Flüchtlingsheim, Politiker der Linken und ein Wohnprojekt

Zu den Straftaten zählten ein Sprengstoffanschlag auf das Auto des damaligen Fraktionsvorsitzenden der Partei "Die Linke" im Freitaler Stadtrat, ein Sprengstoffanschlag auf das Büro der Partei "Die Linke", zwei Explosionsanschläge auf eine Freitaler Flüchtlingsunterkunft sowie ein Angriff auf das Gebäude des alternativen Wohnprojekts "Mangelwirtschaft" in Dresden, wo Pflastersteine und mit Buttersäure präparierte Sprengsätze auf das Haus geworfen wurden.