Hoffen bei den Landwirten: Wie wird die Ernte 2019?

Bericht Bestände in der Region haben sich bisher gut entwickelt

"Die Trockenheit der letzten Tage hat den Regen der Wochen zuvor leider wieder wettgemacht. Der Blick auf manche Felder verursacht einige Sorgenfalten. Trotzdem hoffe ich weiterhin auf eine gute diesjährige Ernte", sagte Sachsens Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt am Montag zur Vorstellung des Agrarberichts 2019.

Nachdem die Landwirte im vergangenen Jahr mit der Trockenheit zu kämpfen hatten, erwartete der Sächsische Landesbauernverband (SLB) nach den regelmäßigen Niederschlägen im Winter und Frühjahr für das Jahr 2019 ein durchschnittliches Erntejahr. Das Niederschlagsdefizit aus 2018 sei allerdings noch immer nicht ausgeglichen und mittlerweile durch die Hitzewelle wieder vergrößert worden. Obwohl die Bestände gut entwickelt seien, rechnet der SLB auf sandigen Böden mit Ertragseinbußen von bis zu zehn Prozent - vor allem aufgrund von Trockenschäden. "Ich hoffe sehr, dass sich eine Notsituation wie im vergangenen Jahr nicht wiederholt", so Schmidt.

Eine steuerlich begünstigte Risikoausgleichsrücklage für alle Betriebe lehnte der Bund bisher ab. Es müsse dringend gehandelt werden, denn ad-hoc-Zahlungen wie im vergangenen Jahr bei Witterungsschäden seien keine Dauerlösung.