Ideenkonferenz - So innovativ ist Sachsen

Wettbewerb Sächsischer Staatspreis geht an Unternehmen aus Aue

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Auf dem Bild halten die Gewinner des Ideenwettbewerbs (mitte links) und des Publikumspreises (mitte rechts) ihre Urkunden stolz in die Kamera. Foto:futureSAX

Dresden. In Dresden tummelten sich am gestrigen Montag 500 Teilnehmer auf der futureSAX. Auf der Innovationskonferenz ging es um kreative Ideen zur Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.

In mehreren Preis-Kategorien ehrte der Wirtschaftsminister Martin Dulig die innovativsten Gründer und Unternehmer Sachsens. Dabei betonte er: "Etwas anders zu machen oder etwas Neues anzupacken erfordert einen gewissen Mut und Kreativität. Ich bin froh, dass wir so viele mutige und innovative Unternehmer, Gründer und Wissenschaftler in Sachsen haben."

Das innovativste Unternehmen kommt aus Aue

Ein Maschinen und Anlagenbauer aus Aue gewann den Preis für das innovativste Unternehmen. Die Gebrüder Leonhardt GmbH & Co. KG Blema Kircheis überzeugte mit der Entwicklung und Herstellung von Maschinen und Anlagen, die umweltschonender Verpackungslösungen produzieren können.

Der Ausbau ihrer innovativen Maschinentechnik ermöglicht inzwischen auch im internationalen Rahmen neue Maßstäbe zu setzen.

Für ihre Leistung erhielt das Unternehmen aus Aue den Sächsischen Staatspreis, welcher bereits zum 19. Mal an wegweisende Innovationen sächsischer Unternehmen verliehen wurde.

Die verliehenen Preisgelder belaufen sich insgesamt auf 50.000 Euro. Die teilnehmenden Unternehmen müssen in Sachsen ansässig sein und dürfen bis zu 500 Mitarbeiter haben. Ihr Umsatz darf die Obergrenze von 100 Millionen Euro im Jahr nicht überschreiten und die Gründung muss mindestens fünf Jahre zurückliegen.

Die erfolgreichsten Gründer

Ein weiterer Wettbewerb zielte zudem darauf ab, gute Ideen auf dem Weg zum tragfähigen Geschäftskonzept zu unterstützen. Beim futureSAX-Ideenwettbewerb wurden Preisgelder von insgesamt 30.000 Euro an innovative Gründungsvorhaben vergeben.

Den Ideenwettbewerb gewannen die Gründer der wattron GmbH aus Dresden. Sie entwickelten ein Heizsystem, das durch eine zonale Erwärmung von Kunststoffolien das Thermoformen nachhaltig verbessern soll. Die Technologie ermöglicht das Einsparen von Materialien und Energie.

Innovationen im Bereich des Fahren

Der zweite Preis ging an die CleverShuttle GmbH. Wie das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr mitteilte, gründeten die Leipziger einen Tür-zu-Tür-Fahrdienst, der durch ein ausgeklügeltes IT-System Fahrgäste zusammenbringt, die eine ähnliche Strecke zu bereisen haben.

Der Shuttle nutzt zudem ausschließlich Elektro-Fahrzeuge und sorgt so für einen umweltschonenden Fahr-Stil.

Platz drei belegte Naventik aus Chemnitz. Die Ausgründung der TU-Chemnitz überzeugte mit ihrer softwarebasierten Technologie zur Satellitennavigation, durch die autonomen Fahrzeugen exakt lokalisiert werden können. Mit dieser Technologie gewannen die Chemnitzer bereits auf der CeBIT im März den Gründungswettbewerb.

Der Online-Publikumspreis

Das Publikum überzeugte eine Windel. Die WindelManufaktur Dresden punktete mit ihrer umweltschonenden Idee von einer waschbaren Stoffwindel, die dem Komfort von Wegwerf-Windeln nicht nachsteht. Mit der waschmaschinengeeigneten Idee gewannen sie den Publikumspreis.