window.dataLayer.push({ event: 'cmp_allow_fb', cmp_allow_status: false });
  • Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen
Corona-News
Chemnitz

Kinderrechtebüro meldet sich zu Wort und setzt sich für Schüler ein

Pandemie Offener Brief mit Forderungen an Kultusministerium gestellt

Dresden. 

Dresden. Das Kinderrechtebüro Sachsen meldete sich am Mittwoch öffentlich zu Wort und fordert in einem offenen Brief das Kultusministerium zum Handeln auf. "Die vielen Gespräche der letzten Wochen mit Eltern zur aktuellen Schulsituation veranlassen uns dazu. Eine unzumutbare Lernplattform (Abstürze und Erreichbarkeit), gestresste Pädagogen, die nach Zensuren ringen müssen, genervte Eltern, die am Lernstoff scheitern und nun auch offen hinterfragen ("braucht kein Mensch"), die jungen Menschen, denen wir die Kontakte zu Freunden verwehren bis hin zur psychischen und physischen Gewalt durch die Erwachsenen. An die Verantwortlichen des Kultus gerichtet erwarten wir ein Handeln zum Wohle der jungen Menschen", heißt es im offenen Brief des Kinderrechtebüros zum Heimunterricht.

Das sind die Forderungen:

dass es vom Freistaat Sachsen folgende Maßnahmen fordere: :

- dass die Online-Oberfläche Lernsax endlich stabil läuft oder andere Lernplattformen freigegeben werden.

- dass ausreichend Lernangebote für alle Jahrgangsstufen zeitnah zur Verfügung gestellt werden

- Lehrbücher zu digitalisieren, Lernblätter zu gestalten, Erklär - und Themeneinstiegsvideos, Lösungsleitfäden für Eltern - alle diese Dinge ggf. als Linksammlung für die Eltern aufzuarbeiten.

- dass das Schuljahr 2020/2021 von allen Schulzensuren befreit wird und Zeugnisse als schriftliche Einschätzung zu geben sind. Abschlussprüfungen sollten verschoben werden und könnten über Volkshochschulen / Abendschulen nachgeholt werden.

- dass alle Bibliotheken und Buchhandlungen unverzüglich zu öffnen sind, damit sich die Eltern genügend Bildungsmaterial ausleihen oder kaufen können.

- dass alle Eltern eine Vergütung von 100 € pauschal pro Kind und Woche Heimunterricht erhalten, für alle Unkosten und Leistungen.

- dass die gekürzten Winterferien nicht als Ferien gesehen werden, da die Kinder weder Freizeiteinrichtungen (Bäder, Kino, Clubs,...) nutzen können, keine Freunde/Verwandten besuchen dürfen (Kontaktregel), keine Ausflüge machen dürfen (15km) und somit das Erholungs- und Freizeitangebot zum Teil auf die eigenen vier Wände und TV/Internet beschränkt ist. Die Leistungen, die mit dem Heimunterricht die jungen Menschen und Eltern erbringen, bedürfen einer Anerkennung.

Das Kinderrechtebüro, mit Sitz in Chemnitz, setzt sich für die Einhaltung der UN-Kinderrechtskonventionen ein und unterstützt Kitas, Horte, Schulen und andere Betreuungsstellen mit Projekten und Aufklärungsarbeit.