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Letztes "echtes" DTM-Rennen in Hockenheim

MOTORSPORT Zweite Ära endete in Hohenstein-Ernstthals Partnerstadt

Hockenheim. 

Hockenheim. Auch in Hohenstein-Ernstthals Partnerstadt Hockenheim wird immer wieder Motorsport-Geschichte geschrieben - an diesem Wochenende allerdings eine etwas traurige.

Was der Sachsenring für den deutschen Motorradrennsport ist, ist Hockenheim für die DTM. Nach der ersten, der wahrscheinlich besten Ära der Deutschen Tourenwagen Meisterschaft von 1986 bis 1996 gab es ab 2000 unter dem gleichen Kürzel aber dem Arbeitstitel Deutsche Tourenwagen Masters einen Neustart. Dieser erfolgte am 28. Mai in Hockenheim, wo ziemlich genau fünf Monate später, am 29. Oktober, auch das Saisonfinale stattfand. Seitdem gingen mehrfach das erste sowie regelmäßig auch das letzte Rennen eines Jahres im badischen Motodrom über die Bühne. So auch 20 Jahre später, allerdings in dieser Form letztmalig.

Drei Buchstaben müssen neu definiert werden

Zeichneten im Millenniumsjahr Mercedes und Opel unter Zuhilfenahme des privaten Engagements von Abt-Audi für den Neubeginn verantwortlich, haben die Rüsselsheimer längst und die Stuttgart-Untertürkheimer Ende 2018 der hochgezüchteten Rennserie den Rücken gekehrt. 2019 waren mit Audi, BMW und Aston Martin noch einmal drei Marken vertreten, doch Ende des Jahres stiegen die Briten bereits wieder aus. Die Ingolstädter wollen nächstes Jahr auch nicht mehr mitmachen. Das bedeutet nach 20 Jahren das zweite Aus der DTM, denn allein wollte BMW auch nicht im Kreis fahren.

Nun haben die Verantwortlichen zu ihrer Zukunftssicherung die Idee geboren, neben dem ADAC GT Masters eine zweite deutsche Grand-Tourismo-Serie für Fahrzeuge nach internationalem GT3-Reglement ins Leben zu rufen. Ob das funktioniert, werden die nächsten Wochen zeigen. Fakt ist aber, dass somit das "T" in DTM nicht mehr für Tourenwagen stehen wird.

DTM gastierte zu Beginn ihrer zweiten Ära drei Mal auf dem Sachsenring

In den Jahren 2000, 2001 und 2002 gastierte die gute alte DTM auch drei Mal auf dem Sachsenring. 2000 feierte der reaktivierte Altmeister Klaus Ludwig zwei Laufsiege, die sich ein Jahr später der Brite Peter Dumbreck und Bernd Schneider teilten. 2002 durchbrach der Franzose Laurent Aiello in einem Abt-Audi-TT die Mercedes-Siegesserie.

Der spätere Formel-1- und bis heute DTM-Pilot Timo Glock gewann 2000 in beiden Rennen der BMW Formel ADAC den integrierten BMW ADAC Formel Junior Cup und siegte 2002 im zweiten Formel-3-Rennen. Beim zweiten Abgesang der DTM im eigentlichen Sinn wurde er in Hockenheim am gestrigen Samstag 14. und heute noch einmal Achter. Damit beendete Timo Glock die Saison als bester BMW-Pilot auf dem fünften Gesamtrang.

Rast raste zu seinem dritten DTM-Titel

Audi war den BMW in diesem Jahr technisch überlegen, sodass vor dem großen Showdown noch drei ihrer Fahrer Titelchancen hatten. Nach seinem zweiten Platz am Samstag sicherte sich René Rast am Sonntag mit seinem siebenten Saisonsieg in souveräner Manier seinen dritten Titel nach 2017 und 2019. Mit einem Saisonsieg weniger musste sich der Schweizer Nico Müller letzten Endes mit der Vize-Meisterschaft zufrieden geben. Robin Frijns aus den Niederlanden erwischte in Hockenheim ein durchwachsenes Wochenende, behielt aber seinen dritten Gesamtrang vor Mike Rockenfeller.