LKA warnt: Späße zu Halloween nicht übertreiben!

Polizei Vor allem der Horror-Clown-Trend soll vermieden werden

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Das LKA Sachsen warnt vor dem Horror-Clown-Trend und rät vor Übertreibungen zu Halloween ab. Foto: Pixabay/Alexas_Fotos

Region. Am heutigen Dienstagnachmittag warnt das Landeskriminalamt vor Übertreibung am Halloweenabend. Während kleine Hexen und Geister mit dem Spruch "Süßes oder Saures" von Tür zu Tür ziehen, um Süßigkeiten zu ergattern, gibt es immer mehr Jugendliche, die über die Strenge schlagen. " Seit mehreren Jahren gibt es ein Phänomen, bei dem sich Täter als Grusel- oder Horror-Clown maskieren und dann, mit Messern, Äxten oder Motorsägen bewaffnet, Passanten erschrecken oder bedrohen. Dieser Trend ist vor allen in den USA, in Kanada, Großbritannien und Frankreich verbreitet und schwappt nun auch nach Deutschland über", so das LKA Sachsen.

Bedrohungen sind strafbar!

Die Beamten raten dringend ab, auf den Horrorclown-Trend aufzuspringen und den Scherz zu übertreiben. "Das ist kein Spaß mehr! Soweit der Horror-Clown mit dem Erschrecken seinem Gegenüber bewusst ein körperliches Unwohlsein zufügt - und das dürfte zumeist der Fall sein - kann eine strafbare Handlung vorliegen und der Tatbestand der Körperverletzung (§ 223 StGB) erfüllt sein. Auch der Versuch ist hier bereits strafbar. Wenn ein maskierter Clown jemandem mit einer laufenden Kettensäge, einem Baseballschläger, mit einer Schreckschusspistole oder einem Messer hinterherläuft, kann ein Fall von Bedrohung (§ 241 StGB) oder Nötigung (§ 240 StGB vorliegen, der dem Täter eine Geldstrafe oder sogar eine Haftstrafe einbringen kann.

Petric Kleine, Präsident des LKA: "Bei allem Spaß sollten sich die Grusel-Clowns darüber im Klaren sein, dass sie sich strafbar machen können, selbst wenn die Bedrohung nur als Scherz gemeint ist. Für die Verwirklichung des Straftatbestandes reicht es aus, wenn der Bedrohte die Bedrohung ernst nimmt und entsprechend darauf reagiert."

Die Polizei rät:

•Sind Sie Zeuge oder Opfer eines derartigen Vorfalles geworden, melden Sie sich bei der Polizei und zeigen Sie den Vorfall an.

•Wenn Sie einen sogenannten Gruselclown treffen, zeigen Sie keine Angst und lassen Sie sich nicht provozieren. Fordern Sie den Clown deutlich auf wegzugehen.

•Passanten, die von einem Horrorclown direkt bedroht oder angegriffen werden, dürfen sich im Rahmen des gesetzlichen Notwehrrechts gegen den Clown grundsätzlich angemessen wehren.

•Klären Sie Ihre Kinder darüber auf, was lustig ist und wo die Grenzen eines Scherzes liegen! Sich als Horrorclown zu verkleiden und andere Menschen zu erschrecken, ist alles andere als ein harmloser Freizeitspaß.