Mehr Geld für Mitarbeiter in Theatern

Einkommen Staatsregierung hat jetzt Mittel freigegeben

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Das Opernhaus auf dem Chemnitzer Theaterplatz. Foto: bl/Thomas Schmotz

Die Staatsregierung hat in dieser Woche Mittel für bessere Einkommen der Beschäftigten von Theatern und Orchestern freigegeben. In den nächsten vier Jahren sind 40 Millionen Euro vorgesehen. "Ich sehe diese Hilfe als unsere Verantwortung und Ausdruck unserer Solidarität. Die Theater und Orchester gewährleisten mit ihrer künstlerischen Arbeit, dass in der Fläche des Landes überall hochwertige kulturelle Angebote genutzt werden können. Das sorgt für eine hohe Lebensqualität und Zufriedenheit der Menschen jenseits der Großstädte", sagte Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange.

Höhere Löhne und weitere Angebote

Fünf der insgesamt neun Einrichtungen können die Tarife ihrer Beschäftigten nun auf 100 Prozent des aktuellen Flächentarifs anheben. Dazu gehören auch die Theater Chemnitz. Sie lagen bis Ende 2018 bei 85,97 Tarifniveau und können jetzt aufstocken. Für die etwa 435 Beschäftigten wurden in der Vergangenheit mehrfach wiederholt Haustarifverträge abgeschlossen, Verträge also, die unter dem Flächentarif des gesamten öffentlichen Dienstes in Deutschland liegen. Grund für die Haustarife waren stets klamme Kassen der Städtischen Theater.

Wie das Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst informiert, müssen sich die Theater und Orchester verpflichten, neben der Tarifsteigerung auch verschiedene zusätzliche Kulturangebote zu realisieren. Ein Schwerpunkt liege dabei auf Veranstaltungen zur Kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche. Die Städtischen Theater Chemnitz planen demnach mehrere Kooperationsprojekte mit Schulen wie die unter anderem eine Schülerproduktion mit abschließender Aufführung im Opernhaus, das Projekt "Musik im Garten", sowie eine Zusammenarbeit mit der Kinderkomponistenklasse Dresden.