Olympia in Sachsen? - Jens Weißflog im Interview

Interview Der ehemalige Skispringer Jens Weißflog beantwortet einige Fragen zu dem Thema

Derzeit wird eine gemeinsame Bewerbung von Sachsen, Thüringen und Bayern für die Olympischen Winterspiele 2030 heiß diskutiert. BLICK fragt nach, wie Sachsen diese Bewerbung sehen und welche Chancen Sie sich für die Region ausrechnen.

Jens Weißflog aus Oberwiesenthal ist ehemaliger Skispringer, dreifacher Olympiasieger und Hotelier. Katja Lippmann-Wagner stellte ihm einige Fragen:

Hat in Ihren Augen eine Bewerbung für 2030 realistische Erfolgsaussichten? Und was sind in Ihren Augen die Gründe dafür?

Ich glaube, es wäre dumm, wenn ich als Sportler sagen würde, das ist eine blöde Idee. Der grenzübergreifende Ansatz ist nicht neu. Deutschland als Sportnation im allgemeinen und Wintersportnation im Speziellen sollte schon das Zeug dafür haben, ein solches Event auszurichten.

Was erwarten Sie für die Region, wenn die Spiele tatsächlich hier ausgetragen werden - in sportlicher und wirtschaftlicher Hinsicht?

Zunächst kostet eine solche Bewerbung Geld. Zudem braucht es Überzeugungskraft - vor allem auch innerdeutsch. Hier werden Mehrheiten und Unterstützung benötigt. Es stecken viele Chancen darin, beispielsweise würde die gesamte Infrastruktur in den Gastgeberorten profitieren.

Wie viele und welche Wettbewerbe würden Sie besuchen, wenn die Spiele hier in der Region ausgetragen würden?

Ich war bei den letzten olympischen Spielen als Zuschauer in Sotschi und Korea. Dabei habe ich immer mehr als Skispringen geschaut. Auch Sportarten, wie Curling, wofür man sonst weit fahren oder sogar fliegen müsste. Skialpin, Biathlon, Langlauf - Ich interessiere mich für alles.

Auch Candy Bauer und Frank Hübschmann wurden zum Thema befragt.