Pakete geplündert: Ist das die neue Beschaffungskriminalität?

Blaulicht Zwei Fälle in Leipzig sorgen für Aufsehen

Leipzig. 

Leipzig. Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. Nicht aber, wenn erwartete Weihnachtspakete nie beim Empfänger ankommen, weil sie vorher aufgerissen und geplündert wurden. So geschehen kürzlich an gleich zwei Stellen in Leipzig. Jetzt ermittelt die Polizei.

Frohes Fest ohne Geschenke für die Kleinen oder Fassunglosigkeit wegen verschwundener, teurer Technikteile. "Wer macht denn sowas?", fragten sich in Leipzig jüngst von solchen Verlusten betroffene, traurige Postkunden.

Fall 1: Vom 26. auf den 27. November war im Leipziger Ortsteil Paunsdorf in eine Firma eingebrochen worden. Hier lagern für gewöhnlich Pakete der Deutschen Post. So auch in der Tatnacht. Tags darauf kam für viele Kunden der große Schreck: Als sie ihre Sendungen abholen wollten, waren die Pakete aufgerissen und teils entleert!

Wie die Leipziger Polizei auf Anfrage mitteilte, konnte die Höhe des entstandenen Sach- und Stehlschadens noch nicht beziffert werden. Die Kriminalpolizei habe wegen des "Verdachts des besonders schweren Diebstahls" Ermittlungen aufgenommen.

Aufgerissene Pakete auch hinter der Herzklinik

Fall 2: Bereits Mitte November hatten Spaziergänger an einem Feldrand hinter der Herzklinik in Leipzig-Probstheida geöffnete, leere Pakete teils mit lesbarer Adresse und Poststempel gefunden. Bei näherer Betrachtung stellten sie anhand der Beschriftungen und Aufdrucke fest, dass hier zuvor offenbar gezielt Technik wie Fahrradzubehör, Werkzeug, eine Bohrmaschine oder ein drahtloser USB-Adapter entwendet wurde. Diesen Vorfall überprüft derzeit das Leipziger Polizeirevier Südost.

Ist dies eine neue Masche in der Kleinbeschaffungskriminalität? Möglicherweise;: Denn zumindest im letzten Fall fehlen allesamt leicht veräußerbare technische Artikel, die bald wieder am Schwarzmarkt auftauchen könnten.