RE6: Vorplanungen gehen in die nächste Runde - Baumaßnahmen starten nicht vor 2021

Bahn Deutsche Bahn plant Bürgerdialoge

Leipzig/ Chemnitz. 

Leipzig/ Chemnitz. Es ist ein langwieriges Thema: Die Bahnstrecke zwischen Chemnitz und Leipzig. Wie die Deutsche Bahn heute mitteilte, laufen seit Anfang September Gespräche zur Modernisierung der Strecke mit den Kommunen, die direkt an der Bahnverbindung liegen. Die Vorplanung zur "Ausbaustrecke (ABS) Chemnitz - Leipzig", wie das Projekt genannt wird, wurden 2018 neu aufgearbeitet und sollen bis Ende 2020 abgeschlossen sein.

Der aktuelle Stand der Vorplanungen

Die Planungen betreffen den Ausbau und die Elektrifizierung der Strecke. Zudem ist das Projekt aktuell Bestandteil des Entwurfs eines Strukturstärkungsgesetzes Kohleregionen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Langfristige Ziele rund um die RE6 sind neben der Elektrifizierung unter anderem die Bestellung eines Halbstundenverkehrs für den Nahverkehr, die Erneuerung einiger Haltepunkte und Bahnhöfe, Ausbau der abschnittsweise benötigten Zweigleisigkeit und damit verbundene Brücken(neu)bauten und Schaffung, beziehungsweise Erneuerung von 22 Bahnübergängen.

Halbstundenverkehr und ICE-Anbindung in Betracht gezogen

Mit dem Ausbau soll die Kapazität der Strecke erhöht werden und auch Platz für Fernverkehrszüge schaffen. Chemnitz ist immer noch eine Großstadt ohne ICE-Anbindung und das wird sich auch höchst wahrscheinlich in den nächsten zehn Jahren nicht verändern, denn die Bahn geht davon aus, dass es erst Anfang der 2030er Jahre zur ICE-Anbindung kommen wird.

Im Frühjahr 2020 wird die Deutsche Bahn Bürgerdialogveranstaltungen durchführen, um Interessierte und Anwohner über die geplanten Maßnahmen zu informieren, bevor Ende 2020 die Vorplanungen abgeschlossen werden sollen. Erste Informationen zum Projekt und Informationen zu geplanten Veranstaltungen finden Interessierte ab sofort online unter https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/leipzig-chemnitz.