Sachsen halten bei Enduro-WM in Dahlen gut mit

Motorsport Andreas Beier und Edward Hübner feiern zudem DM-Siege

Dahlen. 

Dahlen. Auch der kombinierte Enduro-WM- und DM-Lauf im nordsächsischen Dahlen war wieder tolles Offroad-Fest. Nach Zschopau 2017 und Rüdersdorf bei Berlin im Oktober 2018 gastierte die Enduro-Weltmeisterschaft das dritte Jahr in Folge in Deutschland.

Während sich einige deutsche Piloten die Chance, im direkten Vergleich mit den Weltbesten anzutreten, nicht entgehen ließen, beschränkten sich andere auf die parallel ausgetragene Deutsche Meisterschaft und genossen es, dennoch mittendrin zu sein. Gewertet wurden die "Abtrünnigen" am Ende aber ebenfalls in der DM.

Reifeprüfung auf großer Bühne

Von den westsächsischen Enduristen nahmen Edward Hübner aus Penig und der Krumhermersdorfer Andreas Beier die Herausforderung WM an. Nicht ohne Grund, schließlich planen beide, in diesem Jahr noch weitere Rennen der Weltserie zu bestreiten. Ebenfalls WM-Luft schnupperten in Dahlen Florian Görner aus dem Drebacher Ortsteil Scharfenstein, der in der Nachwuchs-Klasse Junior 2 mitmischte, und Luca Fischeder aus Geringswalde, der sich in der Klasse Enduro Youth der unter 21-Jährigen einer internationalen Standortbestimmung unterzog.

Am ersten von zwei Fahrtagen wurde Andreas Beier als starker Gesamt-19. des 34-köpfigen WM-Feldes in der Klasse E1 Sechster sowie in der DM-Wertung Zweiter hinter dem deutschen Multi-Champion Dennis Schröter aus Crinitz in Südbrandenburg. Zwei Plätze im WM-Gesamtklassement dahinter wurde Edward Hübner zugleich Achter der WM-Klasse E2 sowie Zweiter in der adäquaten DM-Wertung.

Tags darauf quälte sich Andreas Beier mit einer am Samstag bei einem Sturz stark geprellten Hüfte über die Etappen und Sonderprüfungen. Mit stumpfen Waffen wurde er immerhin fünftbester Deutscher in der WM und gewann dennoch seine DM-Klasse E1. Eddi Hübner erwischte hingegen einen Traumtag, der im WM-Gesamtplatz 17 sowie den Siegen in der deutschen Championats- sowie E2-Wertung gipfelte.

Auch Nachwuchsfahrer ließen sich WM-Luft um die Nase wehen

In der in Junior 1 und Junior 2 zweigeteilten Nachwuchsklasse belegte Florian Görner am ersten Tag unter insgesamt 34 Probanden den 26. Platz sowie Rang 16 in seiner Klasse J2. Am nächsten Fahrtag stürzte er gleich morgens in der ersten Sonderprüfung und musste mit einem doppelten Schlüsselbeinbruch aufgeben. In der Youth-Klasse waren 21 Piloten am Start, von denen Luca Fischeder am Samstag guter Zwölfter wurde und am Sonntag noch einen drauf setzte und starker Zehnter wurde.