Schluss mit Elefantenrennen in Sachsen

Verkehr Lkw-Überholverbote werden ausgeweitet - welche Abschnitte sind betroffen?

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Durch das Lkw-Überholverbot soll der Verkehrsfluss verbessert werden. Foto: Harry Härtel/Haertelpress

Dresden. In den nächsten Wochen werden weitere Überholverbote für Lkw in Sachsen eingerichtet. Aufgrund des steigenden Verkehrsaufkommens auf den Autobahnen sei dieser Schritt sinnvoll und notwendig. So kann das Unfallrisiko minimiert und der Verkehrsfluss aufrecht erhalten werden.

Welche Abschnitte sind betroffen?

Bisher soll das Überholverbot für sechs neue Abschnitte gelten. Der Beschluss folgte nach einem Gutachten des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr, das in Hainichen erarbeitet wurde. Dabei wurden alle sächsischen Autobahnen analysiert. Daraus resultierten nun verschiedene Lkw-Überholverbote für die folgenden Abschnitte:

A 4: Anschlussstelle Hermsdorf - Anschlussstelle Ohorn

- Richtung der Landesgrenze Thüringen zwischen den Anschlussstellen Ohorn und Pulsnitz: Einrichtung eines statischen Lkw-Überholverbots mit dem Zusatz "Mo 7-10 h"

- Richtung der Landesgrenze Thüringen zwischen den Anschlussstellen Pulsnitz und Anschlussstelle Hermsdorf Einrichtung eines statischen Lkw-Überholverbots mit dem Zusatz "7-19 h"

A 14 / A 4: Autobahndreieck Nossen - Anschlussstelle Nossen-Ost Richtung Nossen (Dresden) Einrichtung eines statischen Lkw-Überholverbots

A 14: Anschlussstelle Mutzschen - Anschlussstelle Leipzig-Ost Richtung Nossen Einrichtung eines statischen Lkw-Überholverbots mit dem Zusatz "werktags 15-19 h"

A 72: Anschlussstelle Treuen - Anschlussstelle Reichenbach Richtung Leipzig Einrichtung eines statischen Lkw-Überholverbots mit dem Zusatz "Do, Fr 14-20 h"

A 72: Anschlussstelle Reichenbach - Anschlussstelle Zwickau-West Richtung Leipzig Einrichtung eines statischen Lkw-Überholverbots mit dem Zusatz "Do, Fr 14-20 h"

A 72: Anschlussstelle Zwickau-Ost - Anschlussstelle Chemnitz-Süd

- Richtung Leipzig Einrichtung eines statischen Lkw-Überholverbots mit dem Zusatz "7-20 h"

- Richtung Hof Einrichtung eines statischen Lkw-Überholverbots mit dem Zusatz "13-20 h"

Der Verkehrsminister zum Überholverbot

Auch Martin Dulig befürwortet diesen Beschluss: "Jeder Autofahrer kennt die Situation, wenn die Fahrbahn durch sich überholende Lkw blockiert ist und der übrige Verkehr stark beeinträchtigt wird. Dadurch ergeben sich zudem oftmals kritische Situationen und ein erhöhtes Unfallrisiko." Auf rund 190 Kilometern im sächsischen Autobahnnetz wird das Überholverbot in Zukunft gültig sein.