So sieht die Wirtschaft die Arbeit der Regierung

Halbzeitbilanz Die IHK wünscht sich die Erfüllung noch offener Forderungen

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Foto: Thomas Schmotz

Seit gut zweieinhalb Jahren trägt in Sachsen die Koalition aus CDU und SPD die Verantwortung für die Entwicklung des Freistaates. Die sächsischen Industrie- und Handelskammern (IHKs) haben zur Halbzeit der aktuellen Legislaturperiode aus Sicht der Wirtschaft Bilanz gezogen. "Einige zentrale Forderungen sind bereits umgesetzt, in weiteren Handlungsfeldern wurden Teilerfolge erzielt. Zahlreiche Forderungen sind aber noch offen", heißt es in einer Mitteilung.

Positive Entwicklungen

Kristian Kirpal, Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft der sächsischen IHKs bilanziert: "Was das Wirtschaftswachstum 2016 im deutschlandweiten Vergleich betrifft, sind wir nach den aktuellen Zahlen Tabellenerster. Die erneut hervorragenden Konjunkturdaten der sächsischen Wirtschaft belegen die positive Entwicklung der vergangenen Monate. Der Grundstein dafür wurde bereits vor 25 Jahren gelegt. Viele mutige Unternehmer und richtige politische Weichenstellungen haben dazu beigetragen. Jetzt gilt es die nächsten Schritte zu mehr Größenwachstum und Internationalisierung der Unternehmen zu gehen - dazu müssen die politischen Rahmenbedingungen geschaffen werden."

Mehr für das Marketing tun

Ein Schwerpunkt der nächsten Jahre sei die Verbesserung von Sachsens Image, wobei Marketingaktivitäten des Freistaates unter Einbeziehung aller Regionen besser koordiniert werden müssten. Darüber hinaus gehören laut Kirpal die Verbesserung der Schienenfernverkehrsanbindung, Bildungsthemen - insbesondere erleichterte Rahmenbedingungen bei der Zuwanderung von Fachkräften aus Nicht-EU-Staaten und der zügige Ausbau der Breitbandversorgung zu den Hauptaufgaben.

"Wirtschaft, Staatsregierung und auch die Opposition müssen zusammen an den offenen Handlungsfeldern arbeiten." Ein gemeinsamer Kurs? in Sachsen sei angesichts der zunehmenden globalen Unsicherheiten wichtiger denn je.