Starke Lehrer gegen Rechtsextremismus

Modellprojekt Ergebnisse des Modellprojektes werden ins Schulsystem übernommen

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Foto: Getty Images/annebaek

Insgesamt 23 Lehrer von neun sächsischen Berufsschulen haben drei Jahre lang am Projekt "Starke Lehrer - starke Schüler" teilgenommen. Ziel des Modellprojektes war es, die bewusste Auseinandersetzung mit rechtsextremen Einstellungen an beruflichen Schulen zu stärken und den Lehrern in Konfliktsituationen mehr Sicherheit zu vermitteln. Dafür wurden Strategien und Lehrinstrumente für den Unterricht entwickelt und erprobt. Die wichtigsten Ergebnisse sollen nun in das Schulsystem übernommen werden. "Die Auswertung zeigt, dass Lehrer mehr Hintergrundwissen zu Rechtspopulismus und Rechtsextremismus brauchen, um zum Beispiel direkt und sicher auf antidemokratische und diskriminierende Sprüche reagieren zu können", so Kultusminister Christian Piwarz.

Lehrer müssen gewappnet sein

Am Projekt beteiligte Lehrer schätzen ihren eigenen Wissenszuwachs als deutlich ein und haben nach eigenem Empfinden an Handlungskompetenz gewonnen. Der Bericht zeige aber Schwierigkeiten auf: So tragen die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen dazu bei, dass sich Lehrer den politischen Konflikten im Klassen- und Lehrerzimmer eher entziehen, um zum Beispiel das eigene Ansehen oder Konflikten mit Eltern aus dem Weg zu gehen. Piwarz: "Wir müssen unsere Lehrer durch die Ausbildung, Fortbildungen und Coachingangebote für alle extremistischen Herausforderungen im Unterricht stark machen." Um weitere Schulen zu erreichen, wird das Anliegen "Starke Lehrer - starke Schüler" in Führungskräftefortbildungen an die Schulleiter herangetragen. Mehr unter www.bosch-stiftung.de/starkeLehrer.