Start verschoben: Neue Regelungen für Hochschulen und Berufsakademie

Corona-Virus Beginn der Präsenzveranstaltungen frühestens am 4. Mai

Die Landesrektorenkonferenz und das sächsische Wissenschaftsministerium haben sich heute in einer Telefonkonferenz auf weitere Maßnahmen zum Umgang mit der Corona-Epidemie an den Hochschulen und der Berufsakademie verständigt. Trotz teils erheblicher Beeinträchtigungen für die Studierenden und Promovierenden soll zunächst darauf hingewirkt werden, ein möglichst erfolgreiches Sommersemester 2020 in verantwortbarer Weise durchzuführen.

 

Mit Blick auf die Beschäftigten an den Hochschulen sagte der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz Prof. Dr. iur. Klaus-Dieter Barbknecht: "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den sächsischen Hochschulen sollen weitestgehend ungefährdet ihrer Beschäftigung nachgehen können. Dabei ist die persönliche Situation jeder und jedes Einzelnen zu berücksichtigen. Entsprechend gehen die Hochschulen in Stand-by-Betrieb und sichern ihre ordnungsgemäße Verwaltung, ihre technischen Einrichtungen und Labore so, dass ihre Leistungsfähigkeit erhalten und wissenschaftliche Ergebnisse möglichst nicht gefährdet werden."

 

Beginn der Präsenzveranstaltungen frühestens am 4. Mai

Konkret wurden folgende einheitliche Maßnahmen abgestimmt: Der Beginn von Vorlesungen und anderen Präsenzveranstaltungen wird auf frühestens 4. Mai 2020 verschoben. Die Einrichtungen werden für Veranstaltungen und Besucher geschlossen. Die Lesesäle der Bibliotheken sind geschlossen. Es soll so früh wie möglich mit Lehrformaten begonnen werden, die eine Präsenz der Studierenden und Lehrenden nicht erfordern. Prüfungen werden - soweit sie nicht verschiebbar sind - nur noch unter besonderen Hygienebedingungen durchgeführt. (z.B. Einhaltung von Mindestabständen zwischen zwei Menschen)

 

Der Gesundheitsschutz hat oberste Priorität

Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow sagte: "Alle Maßnahmen zielen in erster Linie darauf ab, größere Ansammlungen von Menschen unabhängig von Ort und Zeit zu vermeiden. Der Gesundheitsschutz der Studierenden und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an allen sächsischen Hochschulen hat oberste Priorität. Die Hochschulen in Sachsen sind sich ihrer Verantwortung in der derzeitigen Situation bewusst und haben notwendige und vertretbare Maßnahmen getroffen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Für die Hochschulleitungen waren hier komplexe Entscheidungen zu treffen. Dies ist in kurzer Zeit gelungen dank der Landesrektorenkonferenz."

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